Nach tödlichem Wanderunfall bei Losheim – Streit um Schmerzensgeld geht weiter

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Vogelperspektive auf den Losheimer Stausee.
Der Stausee in Losheim.

LOSHEIM. (dpa/lrs) Vor gut fünf Jahren war ihr Mann auf einem Wanderweg beim saarländischen Losheim tödlich verunglückt: Er hatte sich an einem Rastplatz an ein Holzgeländer gelehnt, das morsch war und nachgab – der 60-Jährige stürzte bis zu zehn Meter tief in den Tod. Seit längerem kämpft die Witwe um Schmerzensgeld und Schadenersatz: Am Donnerstag ging der Streit vor dem saarländischen Oberlandesgericht in einer Berufsverhandlung in eine neue Runde.

Die Frau hat die Gemeinde Losheim und zwei Gemeindemitarbeiter verklagt. Sie macht die unzureichende Sicherung durch das Holzgeländer für den tödlichen Sturz ihres Mannes verantwortlich und wirft den Beklagten vor, gegen ihre Verkehrssicherungspflicht verstoßen zu haben.

Im Januar dieses Jahres waren die Gemeinde und die beiden Mitarbeiter vom Landgericht Saarbrücken gemeinsam zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 3000 Euro verurteilt worden. Zudem wurde ein materieller Schaden von knapp 53 000 Euro anerkannt. Gegen das Urteil waren die Beklagten in Berufung gegangen. Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts wurde am Donnerstag noch nicht erwartet.

1 KOMMENTAR

  1. Also ist das Leben eines 60 Jähringen nur 56.000€ Wert.. das würde bedeuten ein 30 Jähriger wäre 112.000€ wert..Wird der Mensch in der Hinsicht dann als Lebewesen oder als Sache betrachtet?

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