Behörden mit Übung zu fiktivem AKW-Unfall zufrieden

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Bildquelle: dpa-Archiv

TRIER/LUXEMBURG/SAARLAND. Eine internationale Übung zu einem fiktiven Unfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom ist am Dienstag nach Behördenangaben gut verlaufen. «Wir haben vor allem die Kommunikation untereinander genutzt, um uns abzustimmen und auszutauschen», sagte ein Sprecher der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier.

Das sei sinnvoll, «um Abläufe zu üben und Ansprechpartner kennenzulernen».

Im angenommenen Störfall war das Szenario ein Anlagenfehler, bei dem verschiedene Kühlkreisläufe kaputt gegangen seien, berichtete der Sprecher. Es sei demnach aber keine Radioaktivität ausgetreten. Bis zum Nachmittag habe bei der Übung «alles gut geklappt». Man habe sich unter anderem halbstündig in Videokonferenzen zusammengeschaltet.

Bei der eintägigen Stabsrahmenübung waren neben der für den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz zuständigen ADD die Präfektur Metz sowie Krisenstäbe in Luxemburg und des Saarlandes plus das Radiologische Lagezentrum des Bundes mit im Boot. «Es handelte sich um eine Übung am Schreibtisch», sagte die Sprecherin.

Das 1986 in Betrieb genommene Atomkraftwerk Cattenom liegt in Ostfrankreich nahe dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Seit Jahren fordern das Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg seine Schließung, weil sie die Anlage für ein Sicherheitsrisiko halten.

1 KOMMENTAR

  1. Soll das jetzt eine Art Beruhigung darstellen ? Es wird schon nichts passieren ! Ich gehe mal davon aus dass es bei einem echten Störfall zur Panik kommt und nichts mehr “ gut klappt “
    Hier wird die Bevölkerung doch nur durch stupide Übungen am Schreibtisch ruhig gstellt und soll vom Weiterdenken abgehalten werden .

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