„Globus“ plant Ansiedlung in Trier – Über 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche

9

Bildquelle: Globus fb

TRIER. Die Firma Globus (St. Wendel) plant die Ansiedlung eines SB-Warenhauses in Trier. Um die Auswirkungen dieser Investition für die städtische Wirtschaft, insbesondere den Einzelhandel, abschätzen zu können, will die Stadt das 2015 verabschiedete Einzelhandelskonzept Trier 2025+ fortschreiben.

Die Firma Globus will in Trier einen Markt der neuen Generation nach Vorbild ihrer neusten Märkte in Koblenz und Rüsselsheim errichten. Dazu hat die Firma bereits entsprechende Flächen in der Niederkircher Straße erworben. Globus will dort rund 40 Millionen Euro in einen Neubau investieren und kündigt die Schaffung von rund 350 Arbeitsplätzen an. Der Markt soll – vergleichbar zu den neuen Globus SB-Warenhäusern in Koblenz und Rüsselsheim – eine Verkaufsfläche von rund 10.000 Quadratmetern haben. Globus rechnet mit einem hohen Anteil an Kunden aus Luxemburg.

Grundsätzlich begrüßt die Stadt nachdrücklich, dass Trier offenbar nach wie vor ein interessanter und attraktiver Einzelhandels-Standort zu sein scheint. Vor einer notwendigen Entscheidung des Stadtrates zur Ansiedlung wird die Verwaltung nun eingehend prüfen, ob die Investition hinsichtlich der Verkaufsfläche, der Sortimente, der Innenstadtrelevanz und der potenziellen Verdrängungswettbewerbe für Trier verträglich ist und damit Planrecht geschaffen werden kann. Derzeit ist auf der erworbenen Fläche kein Einzelhandel in der gewünschten Größenordnung möglich. In einem ersten Schritt wird nun das 2015 verabschiedete Einzelhandelskonzept 2025+ fortgeschrieben. Pro- und Contra-Argumente einer Globus-Ansiedlung sollen dem Stadtrat durch diese ergebnisoffene Untersuchung bis zum dritten Quartal 2018 vorgelegt werden.

Der Ältestenrat sowie der Runde Tisch Einzelhandel (Stadtratsfraktionen, City Initiative, Einzelhandelsverband, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer) wurden von Oberbürgermeister Wolfram Leibe sowie Dezernent Thomas Schmitt über die Ansiedlungspläne und das geplante weitere Vorgehen der Verwaltung bereits unterrichtet. Der Runde Tisch Einzelhandel soll im weiteren Prozess fortlaufend informiert werden. In die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes ist verwaltungsintern eine dezernats- und ämterübergreifende Arbeitsgruppe eingebunden.

Die Globus Holding ist ein familiengeführtes Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im saarländischen St. Wendel. Zur Holding gehören neben 46 SB-Warenhäusern in Deutschland auch 88 Globus-Baumärkte sowie sechs Elektrofachmärkte und 27 Vollsortimenter in Tschechien und Russland sowie zwei Baumärkte in Luxemburg. In den deutschen Globus SB Warenhäusern sind nach eigenen Angaben rund 18.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Globus Gruppe machte 2015/16 einen Umsatz von mehr als 7 Milliarden Euro.

9 KOMMENTARE

  1. Das wird zu langwierigen Diskussionen führen , da nicht alle EInzelhändler und Grosshändler froh sind wenn ein Globus Markt in Trier eröffnet. Globus hat schon damals als die Konversionsflächen am Verteilerkreis verkauft wurden Fuss zu fassen, das wollte die Stadt nicht und hat die Flächen anderweitig vergeben, dort kam dann ein Hela Baumarkt hin, der wurde erst durch Übernahme zum Globus Baumarkt.
    Vielleicht geht es den Trierern wenn es zu lange herausgezögert wird so wie damals den Luxemburgern , die keinen Ikea im Land wollten, da wurde direkt an der Grenze in Belgien gebaut und die Luxemburger Kunden gehen doch dorthin kaufen. Die Gewerbesteuer bekommt aber ein anderer.

    • ……Und die Trierer Innenstadt verödet; mal wieder nicht nachgedacht, Sie Schlaumeier! Was soll die Milchmädchenrechnung mit der Gewerbesteuer?

      • Die Innenstadt stirbt eh langsam aber sicher.
        Bald ist eh alles in den Händen Gastronomischer Familien Clans und Trierer Bauherren.

      • Globus hat sehr wenig Innenstadtrelevantes Angebot. Die allermeisten Kunden gehen der Lebensmittel wegen zu Globus. Und da ist die Trierer Innenstadt seit Jahren quasi Tot.
        Jedoch werden viele Kunden aus Luxemburg und dem Umland angelockt. Sehr viele Trierer fahren ja heute schon für Großeinkäufe nach Losheim oder Zell.
        Lange gab es ja Gerüchte, das Globus den Real in Kenn übernimmt (so wie er es bereits mit mehreren Realmärkten getan hat) oder in Föhren/Bekond an der Autobahn bauen will.
        Von der Verkehrsanbindung her bestimmt die bessere Lösung.
        Gewerbesteuern fließen von den allermeisten Läden eh kaum nach Trier.
        Ich würde einen Globus in Trier sehr begrüßen.

        • Die riesen Rostwurst im Weck oder der Hammerfleischkäs im Weck, für sage und schreibe 1€, die besten Schwenker, tolle Angebote, Globus komm‘, bitte komm‘.
          Das Sortiment ist in keinem Fall mit den Innenstadtläden zu vergleichen. Globus wird hier höchstens den Lebensmittelwettbewerb mal kräftig durchmischen, darauf freue ich mich.

          • Grundsätlich gefällt mir nicht, dass das Unternehmen Globus Holding über solche Lockartikel Kunden auf die Fläsche zieht, jedoch oft nicht bereit ist seine Angestellten fair zu behandeln (Das pfeifen jedenfalls die Spatzen vom Dach). Gerechte Entlohnung sieht auch anders aus, sonst hätte man sich nicht von den Tarifverträgen verabschiedet. Wobei selbst die Tarifverträge ein Witz sind. Wenn man z.B. die Entwicklungen d. Tariflöhne im Einzelhandel und die Reallöhne über die letzten Dekaden beleuchtet, dann ist klar das ein fairer Lohn weit über dem Tariflohn liegen müsste.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.