Gequält und Gedemütigt – Jahrzehntelanger Missbrauch durch Priester in der Eifel

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

KÖLN. Über mehrere Jahre hinweg sind Jungen an einem katholischem Internat in der Eifel Opfer von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt geworden. Zu diesem Ergebnis kam ein wissenschaftlicher Bericht, welcher vom Erzbistum Köln in Auftrag gegeben wurde.

Laut dem vorgestellten Bericht, gab es an dem Collegium Josephinum in Bad Münstereifel bis in die 1970er Jahre einen systematisierten Machtmissbrauch an den Jungen. Nach Angaben der „RP online“, waren sechs Priester und eine weitere Fachkraft den Jungen gegenüber sexuell übergriffig geworden, jedoch gab es keine Vergewaltigungen. Weiteren Mitarbeitern ist körperliche und psychische Misshandlung an den Opfern vorgeworfen worden. Das Internat wurde 1997 geschlossen.

Der Kölner Kardinal Woelki äußerte sich schockiert über diese Ergebnisse und bittet die Opfer um Vergebung: „Solche Verbrechen dürfen in unseren Einrichtungen nie wieder begangen werden“.

4 KOMMENTARE

  1. Ich bin Jahrgang 1941. Ich ging in Hetzerath in die Schule. Der Pfarrer und auch verschiedene Lehrer haben uns geprügelt . Es gab Stock Schläge nicht nur auf die Hände sondern auch auf den A— und Kopf.

    • Was haben denn Ihre Eltern dazu gesagt ? Haben die sich eingemischt oder es stillschweigend geduldet ,dann haben die sich mitschuldig gemacht.
      Ich bin zwar ein jüngerer Jahrgang aber da kam es auch noch gelegentlich zu tätlichen Übergriffen der Lehrer, als es mir passierte und ich das meinen Eltern erzählte haben die mit dem Lehrer ein ernstes Wort gesprochen danach gab es das zumindest bei mir nicht mehr.

      • Tendenziell eher stillschweigend geduldet, denn in der verheuchelten katholischen Atmosphäre der ländlichen Eifel der 70er Jahre wäre es einer Gotteslästerung gleichgekommen, etwas gegen die katholische Kirche zu sagen, wie ich aus eigener Erinnerung noch selber weiss. Sollte tatsächlich einer der Schüler mal etwas zu Hause gesagt haben so ist davon auszugehen, dass der gesellschaftliche Druck auf die Eltern viel zu gross war als dass diese sich etwas sagen hätten trauen, das kann heute keiner mehr verstehen, aber damals wäre es zb auch unmöglich gewesen, unverheiratet in einem Eifeldorf zusammenzuleben oder aus der Kirche auszutreten, dann hätten die frommen Christen sich nämlich das Maul zerrissen und einen gesellschaftlichen Druck aufgebaut, dem die wenigsten widerstanden hätten. Einmal gabs bei uns in der Schule den Fall, dass ein kath. Priester, der Religionsunterricht erteilte, einen evangelischen Schüler vor der ganzen Klasse zur Sau gemacht hat, weil der evangelisch war, bis der zu heulen anfing, dessen Vater hat sich zwar dann beschwert, aber passiert ist natürlich nichts. So war das damals und deshalb ist es auch wichtig, dass Religion Privatsache ist und im öffentlichen Bereich nichts zu suchen hat.

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