Hochschule Trier auf der IAA 2017 vertreten

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proTRon EVOLUTION

Bildquelle: HS Trier

TRIER. Das studentische Team der Hochschule Trier entwickelt ein hocheffizientes Nahverkehrsfahrzeug für 2+2 Personen, den proTRon EVOLUTION. Das Fahrzeug ist mit einer auf 100 km/h begrenzten Höchstgeschwindigkeit und einer Mindestreichweite von 100 Kilometern für den stadtnahen Pendlerverkehr und kürzere Überlandstrecken konzipiert. Über 90% aller täglichen Fahrten im privaten Bereich können damit abgedeckt werden.

Durch konsequenten Leichtbau und ein innovatives Sicherheitskonzept erfüllt das Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von nur 550kg (inklusive Akku) alle Vorgaben für die Zulassung gemäß der Klasse M1 (StVZO) einschließlich der Crashsicherheit und wird mit Blick auf eine mögliche Serienfertigung entwickelt.
Um eine ausreichend hohe passive Sicherheit bei möglichst geringem Fahrzeuggewicht zu gewährleisten bildet ein Naturfaser-Monocoque die Sicherheitszelle für die vier Insassen. Das Monocoque besteht fast ausschließlich aus Naturfaserverbundwerkstoffen, dieses Konzept ist eine echte Weltneuheit und wird auf der IAA zum ersten Mal präsentiert. Damit fängt die Energieeffizienz des Fahrzeugs bereits bei der Herstellung und den eingesetzten Materialien an, da die aufzuwendende Energie von der Herstellung bis zum Bauteil im Gegensatz zu Kohlefasern erheblich geringer ist. Die Zielkonflikte zwischen Gewicht und Sicherheit sowie Deformation und Insassenbeschleunigung wird durch gezielte Energiewandlung in Verformungselementen auf geringem Raum gelöst. Crashabsorber aus extrem leichten CFK-Rohrpaketen wandeln dabei die Energie im Crashfall durch gezieltes Crushing um und sorgen für vertretbare Beschleunigungen der Fahrzeuginsassen. Dadurch werden die großen Beschleunigungskräfte, welche durch die hohe Steifigkeit des Monocoques entstehen, gezielt verringert.

Gemeinsam mit der Partnerfirma Bcomp, präsentiert das Team proTRon dieses innovative Fahrzeugchassis in der Halle 4.0, Stand A26, auf dem Gemeinschaftsstand der autoregion e.V. und der saaris.

1 KOMMENTAR

  1. Wenn man überlegt, dass ein Fiat Nuova 500 in 1975 sogar noch leichter war, sind die meisten Kleinwagen heute eindeutig viel zu schwer. Allerdings würde ich mir in einem alten Fiat bei einem Unfall keine guten Chancen ausrechnen…

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