Nazi-Glocke in der Pfalz – Malu Dreyer bezieht Stellung

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Bildquelle: Eric Thielen/Archiv

PFALZ. Im Streit um den Umgang mit der sogenannten „Nazi-Glocke“ im pfälzischen Ort Herxheim, meldete sich nun auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Wort.

Die SPD-Politikerin sagte gegenüber der „Rheinpfalz“, dass die Glocke nicht mehr in Herxheim hängen sollte. Das Abhängen sei „unsere geschichtliche Verantwortung“ und der Ort dürfe nicht zum Wallfahrtsort für Rechtsextreme werden. Damit nimmt auch die Ministerpräsidentin erstmals Stellung zu der seit Wochen hitzig geführten Diskussion.

Der Klangkörper, der alle Viertelstunde im Turm der Jakobskirche schlägt, trägt ein Hakenkreuz und die Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland Adolf Hitler“.

5 KOMMENTARE

  1. Geschichte macht man nicht ungeschehen, indem man Glocken abhängt.Angst vor Neonazis? Ist man so schwacher Demokrat, dass man solche Wallfahrten nicht verhindern kann?
    Nachdem die Glocke friedlich 72 Jahre lang ungestört gebimmelt hat, halte ich die Forderung sie abzuhängen für lächerlich.
    Hat Frau Dreyer keine anderen Probleme im Land?

    • Es ist Wahlzeit, da muss man ihr schon verzeihen, dass sie zu allem ihren Senf gibt. Auch die Synagoge hat sie jüngst besucht, was sie in all den 4 Jahren vorher nicht tat, damit wieder ein Artikel in der Zeitung draus wird. Hingegen hat sie sich bisher nicht eindeutig gegen linke Gewalt ausgesprochen, die man ja in Trier allenthalben in Form von zerstörten Wahlplakaten sieht. Auch das von ihrem Mann unterstützte „Buntes Trier“ nimmts ja mit der Distanzierung von Gewalt nicht ganz so genau und davon hat sie sich bisher ja auch nicht distanziert, falls sie das noch tun sollte werde ich bei der Wahl SPD wählen, lol.

    • Man kann von einer Glocke idR. nicht einfach Material abtragen…sie würde dann so klingen wie das Porzellan, das hier zerschlagen wurde.
      Wie auch immer, es wurde in der Gemeinde ja wohl eine Lösung – wenn auch aus meiner Sicht nicht die optimale – gefunden…und dann kommt LandesMalu -zwar etwas verspätet, aber immerhin – auch noch mit einem Statement um die Ecke: es wurde zwar längst schon Alles gesagt, aber eben nicht von Allen.
      Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Gemeinde doch noch darauf besinnt, das Danaergeschenk zur Erinnerung und zur Aufklärung einzusetzen.

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