Macht und Pracht – Tag des offenen Denkmals am 10. September

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Bildquelle: Markus Bydolek

TRIER. „Macht und Pracht“ lautet in diesem Jahr das Motto zum Tag des offenen Denkmals. Am Sonntag, 10. September, öffnen wieder zahlreiche alte Gebäude ihre Türen, viele davon nur an diesem Tag. Auch in Trier können die Besucher wieder auf historische Entdeckungstour gehen.

So wird das ehemalige Vermessungs- und Katasteramt in der Sichelstraße 8, in dem heute die Gebäudewirtschaft der Stadt Trier ihren Sitz hat, von der städtischen Denkmalpflege und der Gebäudewirtschaft vorgestellt. Das Gebäude ist ein Beispiel für Macht und Pracht der preußischen Verwaltung in Trier zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der im neuromanischen Stil errichtete Verwaltungsbau besitzt eine hochwertige Innenausstattung im Eingangsbereich und in den Fluren. Beachtenswert sind auch der Skulpturenschmuck am oberen Ende der Säulen im Inneren und die Medaillons mit figürlichen Darstellungen. Geöffnet ist der Bau von 13 bis 16.30 Uhr. Die Führungen beginnen jede halbe Stunde. Neben diesem öffnen noch weitere Bauten ihre Türen am 10. September:

Welschnonnenkirche, Flanderstraße 2, 13 bis 18 Uhr, Führungen mit Orgelklängen um 13, 15 sowie um 17 Uhr.
Die ehemalige Klosterkirche war der erste hochbarocke Sakralbau Triers (1714-17). Die bauzeitliche Ausstattung ist nahezu vollständig erhalten, etwa die Empore mit Kölner Stuckdecke und die Orgel von 1757. Imposant ist auch der Hochaltar mit bewegtem Architekturrahmen und Hauptbild von Ludwig Counet von 1721.

Alte Kapelle auf dem Hauptfriedhof, Herzogenbuscher Straße 8, 10.30 bis 16.30 Uhr, Führungen um 10.30, 11.30, 14 und 15 Uhr.
Der 1870 errichtete Kapellenbau in neugotischem Stil besteht aus rotem Sandstein mit kontrastierenden Fenstern und Gesimsen in gelbem Sandstein. Der hohe mittlere Kapellenraum zeichnet sich durch einen offenen Dachstuhl und eine Steinempore aus.

Zollschreiberhaus
, Spielesplatz 13, Pfalzel, 14 bis 16 Uhr, Führungen nach Bedarf durch Eigentümer.
Der prächtige Renaissancebau, erbaut 1579 vom kurfürstlichen Zollschreiber Wilhelm Rosport, war bis vor 30 Jahren noch in einem ruinösen Zustand. Jedoch wurde das Haus unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten renoviert und ist heute ein Beispiel dafür, wie man historische Bauformen mit modernen Nutzungen in Einklang bringen kann.

Alle offenen Denkmäler in Trier finden sich online unter www.tag- des-offenen-denkmals.de – Programm – Suchbegriff: Trier. Das traditionelle Hochamt zu Ehren des Heiligen Simeon in der Porta Nigra am Vorabend des Denkmaltags beginnt am Samstag, 9. September, 19 Uhr.

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