Brexit: Unternehmen in RLP befürchten Mehrkosten

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Bildquelle: Stephanie Pilick / dpa-Archiv

TRIER (dpa/lrs). Der Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit) macht rheinland-pfälzischen Unternehmen zunehmend Sorge. Sie befürchten «beträchtliche Kostensteigerungen», wenn es dann wieder förmliche Grenzabfertigungen geben sollte, teilte am Montag die Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern in Trier nach einer Umfrage mit.

Dabei rechneten Firmen im Schnitt mit Mehrkosten von 960 Euro im Monat für die Bearbeitung von Zollanmeldungen. An der Umfrage haben sich rund 130 Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich beteiligt.

Die größte Sorge der Unternehmen sei ein mögliches Scheitern der Brexit-Verhandlungen. Das Ziel der Verhandlungspartner sollte aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sein, ein umfassendes Freihandelsabkommen abzuschließen, das Zölle für Waren mit Ursprung in der EU und Großbritannien ausschließe. Großbritannien und die EU verhandeln seit Montag wieder über den für 2019 geplanten Brexit.

2016 wurden Waren im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro aus Rheinland-Pfalz in das Vereinigte Königreich exportiert – eine Zunahme um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Gegenrichtung wurden Güter im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro von den britischen Inseln nach Rheinland-Pfalz importiert. Damit sei Großbritannien der sechstwichtigste Handelspartner für rheinland-pfälzische Unternehmen, hieß es.

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