Kinder weggenommen – Familienclan geht auf Polizei los

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Bildquelle: Arne Dedert / dpa-Archiv

NOHFELDEN. Am Freitag den 25.08.2017 erstattete der Vater eines 13 jährigen Mädchens aus Nohfelden auf der Polizei-Dienststelle eine Vermisstenanzeige. Sein Kind sei nach Schlulschluss nicht wie gewohnt nach Hause gekommen.

Bei der Fahndung und Ermittlungen an möglichen Kontaktadressen des vermissten Kindes, wurde eine Freundin des Kindes ebenfalls als vermisst gemeldet. Beide seien gemeinsam abgängig. Beide Mädchen konnten kurze Zeit später in der Nähe von den Einsatzkräften aufgegriffen werden. Nachdem beide Mädchen glaubhaft machten, dass die Rückkehr in das Elternhaus, insbesondere der Jugendlichen, eine Gefahr für das Kindswohl darstellte, weil sie häufig geschlagen würden, wurden beide Mädchen in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Die Mitteilung darüber, dass die Mädchen dem Jugendamt übergeben und nicht nach Hause gebracht werden führte bei den zum Teil stark alkoholisierten Eltern anfänglich zu Bedrohungen und Beleidigungen gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten. Es wurde durch die vor Ort befindlichen Beamten Unterstützung angefordert. Beim Eintreffen eines Unterstützungskommandos an der Örtlichkeit hatte sich mittlerweile eine unüberschaubare Menschenmenge gebildet. Weitere Unterstützungskräfte wurden vorsorglich angefordert, die jedoch aus St. Wendel anfahren mussten.

Als der Hauptagressor, der stark alkoholisierte Vater der Jugendlichen, auf einen Polizeibeamten losstürmte und diesen mit Faustschlägen attakierte, wurde dieser von zwei Polizeibeamten zu Boden gebracht und fixiert. Dies führte nun dazu, dass mehrere Personen aus der Menge dies zu verhindern versuchten. Sie rissen und zerrten an den Polizeibeamten, um den auf dem Boden liegenden Mann zu befreien. Weitere vor Ort befindliche Polizisten, die diese anderen Personen versuchten davon zurück zu halten, wurden nun ebenfalls mit Faustschlägen und Fußtritten attakiert.

Weiterhin wurden die eingesetzten Beamten und Beamtinnen von den anwesenden Personen, auch von Jugendlichen und Kindern, bedroht, bespuckt, gewürgt, getreten, geschlagen und beleidigt.

Die Lage konnte erst nach dem Eintreffen der beiden Unterstützungskräfte aus St. Wendel beruhigt und unter Kontrolle gebracht werden.

Bei diesem Einsatz wurden zwei Beamte verletzt. Eine Beamtin musste ins Krankenhaus verbracht werden, da sie durch mehrere Fußtritte ins Gesicht getroffen wurde. Sie konnte ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.

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