Alarmierend: Zahl der Verkehrstoten steigt sprunghaft

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Ein Kreuz steht an einer Landstrafle.†

Bildquelle: Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

RLP. Die Zahl der Verkehrstoten in Rheinland-Pfalz ist in der ersten Jahreshälfte in die Höhe geschnellt. Von Januar bis Juni 2017 verloren 89 Menschen bei Unfällen ihr Leben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems vom Montag waren das 25 Todesopfer oder 39 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allein im Juni registrierte die Polizei 22 Verkehrstote – 13 mehr als im Juni 2016.

Im gesamten Jahr 2016 hatte es 161 Todesopfer gegeben. Das war der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1953.

Die Zahl der Schwerverletzten stieg im ersten Halbjahr 2017 um 5 Prozent auf 1684, die der Leichtverletzten um 2,2 Prozent auf 7597. Insgesamt zählte die Polizei von Januar bis Juni 71 727 Straßenverkehrsunfälle – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Darunter waren 64 530 Unfälle nur mit Sachschäden, eine Zunahme von 4,3 Prozent.

Herbert Fuss vom ADAC Mittelrhein sagte zum Anstieg der Zahl der Verkehrstoten: „Wir hatten keinen verregneten Sommer.“ Womöglich seien im ersten Halbjahr 2017 mehr Motorradfahrer unterwegs gewesen. Auch der Trend zu E-Bikes mit teils unterschätzter Geschwindigkeit könnte zu mehr Unfällen führen. Generell betonte Fuss: „Wir sind kein Land der Raser, aber es wird oft zu gefährlich gefahren.“ Gerade zahlreiche junge Leute am Steuer und Motorradfahrer überschätzten sich, überholten zu riskant oder führen zu dicht auf.

2 KOMMENTARE

  1. Meinen Erfahrungen nach fahren viele mit dem Smartphone in der Hand durch die Gegend, viele scheinen die Verkehrsregeln zu ignorieren und beim Fahren alles andere zu machen als auf den Strassenverkehr zu achten.

  2. Die Arroganz und Frechheit der Autofahrer wird ja nicht überprüft bzw. geahndet, bei Rot fahren, nicht blinken, Smartphone bedienen, selbst Busfahrer halten sich nicht an die Regeln. Es „bürgert“ sich eben ein, wenn man nichts dagegen unternimmt. Dann braucht man sich am Ende weder wundern noch beschweren.

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