Trotz Hooligan Vorwurf – AfD Kandidat soll in den Bundestag

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Der rheinland-pfälzische AfD-Spitzenkandidat Sebastian Münzenmaier vor Gericht.

Bildquelle: Foto: Boris Roessler/Archiv

MAINZ (dpa/lrs). Der derzeit vor Gericht stehende Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen AfD zur Bundestagswahl, Sebastian Münzenmaier, hat Rückendeckung von seiner Partei bekommen. «Ich glaube, dass diese Vorwürfe insgesamt haltlos sind», sagte AfD-Landeschef Uwe Junge am Montag in Mainz. Die Partei stehe „voll und ganz“ hinter dem Spitzenkandidaten.

Münzenmaier wird vorgeworfen, als Fan des 1. FC Kaiserslautern vor fünf Jahren mit anderen Mitgliedern der Ultra- und Hooliganszene Anhänger des 1. FSV Mainz 05 angegriffen zu haben. Er und ein Mitangeklagter stehen derzeit wegen versuchten Raubs und gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Mainz.

Münzenmaier ist Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion. Weil Junge davon ausgeht, dass Münzenmaier in den Bundestag einzieht, soll der Berliner Ex-Sozialstaatssekretär und aktuelle AfD-Wahlkampfmanager Michael Büge ihm als Geschäftsführer zum 1. Oktober folgen. Büge war 2013 vom damaligen CDU-Sozialsenator Mario Czaja als Staatssekretär entlassen worden. Czaja hatte dies mit dessen Festhalten an der Mitgliedschaft in der Burschenschaft «Gothia» begründet. Büge hatte erklärt, ihm habe der neue Kurs der CDU nicht gefallen, von der Aussetzung der Wehrpflicht bis hin zum Ausstieg aus der Atomenergie. Er war aus der CDU ausgetreten.

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