Experten befürchten frühe Pilzvergiftungswelle

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Der giftige Grüne Knollenblätterpilz.

Bildquelle: Bernd Wüstneck/dpa-Archiv

MAINZ/HOMBURG (dpa/lrs). Experten befürchten für die kommenden Wochen einen Anstieg der Zahl an Pilzvergiftungen. Grund dafür ist die in diesem Jahr deutlich früher beginnende Saison.

«Wir sind in diesem Jahr mit der Pilzsaison zwei bis drei Wochen früher dran», sagte der Leiter des Giftinformationszentrums (GIZ) der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, Andreas Stürer, in Mainz. Daher erwartet er eine der frühesten Vergiftungswellen der letzten 15 bis 20 Jahre.

Während sich im Sommer besonders viele Pilzsammler beim GIZ melden, gibt es in den ersten Monaten des Jahres nur wenige Fälle – die meisten von ihnen werden durch eingefrorene Giftpilze des Vorjahres hervorgerufen. Zugenommen haben laut Stürer Vergiftungen, bei denen Menschen vor allem aus Osteuropa den giftigen Knollenblätterpilz mit essbaren Pilzen ihrer Heimat verwechselt haben.

Das GIZ zählte seit Januar 227 Fälle, rund 80 Prozent davon aus Rheinland-Pfalz und Hessen, der Rest aus den benachbarten Bundesländern. Todesfälle gab es nicht. Im Saarland gibt es nach Angaben des Informations- und Behandlungszentrums für Vergiftungen in Homburg nicht genügend Fallzahlen, um Tendenzen abzuleiten.

Webinfo:

Giftinformationszentrum Mainz

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