Trier: Weniger Unfälle durch größeres Rotlicht

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Die Missachtung des Ampelsignals ist eine häufige Unfallursache. Daher wurde an einigen Kreuzungen ein vergrößertes Rotlicht installiert und die Unfallzahlen gingen zurück.

TRIER. Durch kleine Änderungen bei der Verkehrsführung konnten letztes Jahr in Trier einige unfallträchtige Bereiche entschärft werden. Bereits ein größeres Rotlicht bei Ampelanlagen zeigte Wirkung, stellte die Unfallkommission fest, die sich aus Experten von Tiefbauamt, Planungsamt, Straßenverkehrsamt, Polizei und Landesbetrieb Mobilität zusammensetzt.

Die Kreuzung Martinsufer/Ausoniusstraße ragt in der Statistik 2016 mit 47 Unfällen besonders heraus. „Überwiegend ereignen sie sich beim Spurwechsel, obwohl die Straßenmarkierungen ständig überprüft und neu überdacht werden“, erläutert Jutta Merten, seit Mai neue Abteilungsleiterin der Straßenverkehrsbehörde.

Gute Ergebnisse brachte letztes Jahr das Anbringen eines größeren Rotlichts für Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Konz. Hierdurch sank die Zahl der Unfälle von neun auf zwei. Auffällig oft krachte es hingegen bei Spurwechseln im Bereich Kaiser-Wilhelm-Brücke Richtung Konz. Hier wird die Polizei als Handlungsgrundlage für Maßnahmen der Unfallkommission in Zukunft statistisch erfassen, ob Ortsfremde oder Ortskundige betroffen sind. Auf der Westseite der Kaiser-Wilhelm-Brücke zählte die Polizei 26 Unfälle, von denen viele auf Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer zurückzuführen waren.

Sehr erfreut zeigten sich die Experten, dass im Kreuzungsbereich Georg-Schmitt-Platz/Ascoli-Piceno- Straße die Zahl der Unfälle von 25 auf 21 zurückging. Sie hatten im Vorjahr eine der beiden Rechtsabbiegerspuren von der Lindenstraße auf die Ascoli-Piceno-Straße gesperrt. 2016 ereigneten sich daraufhin an dieser Stelle keine Unfälle mehr (2015: 9). Dafür nahmen die Unfälle von Verkehrsteilnehmern, die aus der Lindenstraße stadteinwärts links abbogen, deutlich zu. „Zurückzuführen ist dies auf Spurwechselfehler“, erläutert Merten. Die Kommission beschlosst daher, die Spurführung mit neuen Markierungen zu verdeutlichen.

Die Kreuzung Sankt-Barbara-Ufer/Südallee ist mit 37 Unfällen scheinbar besonders gefährlich (2015: 33). Doch Sandra Klein, Abteilungsleiterin Verkehrsplanung im Tiefbauamt, erklärt: „Bei 40.000 Fahrzeugen täglich auf der Uferstraße ist die Zahl der Unfälle nicht auffällig hoch.“ Eine 2016 durchgeführte Maßnahme wirkte sich positiv auf die Verkehrssicherheit aus: Die Schutzzeit beim Linksabbiegen in die Südallee wurde erhöht, was zu weniger Unfällen aufgrund von Rotverstößen führte. Eine Optimierung der Ampelanlagen brachte auch auf der Zurmaiener Straße in Richtung Innenstadt positive Effekte: Dank eines vergrößerten Rotlichts ging die Zahl der Unfälle sowohl an der Kreuzung zur Zeughausstraße als auch auf Höhe der Castelforte-Straße zurück.

4500 Unfälle verzeichnete die Polizei 2016 im Stadtgebiet. Im Vergleich zu 2015 ereigneten sich 60 Unfälle weniger aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit. Die Polizei wertet dies als eine positive Folge der verstärkten Geschwindigkeitskontrollen, die die Stadt seit Februar 2016 durchführt.

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