Einschwebende Neubauten – Wohnungsbau in Mariahof nimmt langsam Formen an

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Modulbau. Ein Kran hebt ein Modul direkt vom Tieflader an die endgültige Stelle des Gebäudes. Im Vordergrund sieht man vorgefertigte Treppen.

Bildquelle: Foto: Presseamt

TRIER. Die städtischen Neubauten östlich des Hofguts Mariahof wachsen in großem Tempo in die Höhe. Seit 2. August fahren täglich Tieflader die Baustelle an und liefern vorgefertigte Module, die mit Hilfe eines Krans direkt vor Ort zusammengefügt werden. Nach drei Wochen soll die Gebäudehülle stehen.

Anderthalb Jahre nachdem der Stadtrat im Februar 2016 den Bau von Wohnungen im sozial geförderten Wohnungsbau östlich des Hofguts Mariahof beschlossen hat, sind die Arbeiten auf dem Gelände in vollem Gange. Auf drei Geschossen entstehen im Baukastenverfahren 31 Wohnungen. Die dafür notwendigen 82 Module werden in diesen Tagen angeliefert und dank einer ausgeklügelten Logistik direkt von den Tiefladern aus mit einem Kran an ihre endgültige Position gehievt und von Arbeitern montiert.

Die einzelnen Module mit bereits eingebauten Türen und Fenstern sind bis zu vier Meter breit und acht Meter lang und wiegen um die zwölf Tonnen. Die Firma Kleusberg, die den Bau als Generalunternehmer für die Stadt durchführt, erstellt sie in einem Werk in der Nähe von Berlin. Bei der Fertigung ist maßgenaues Arbeiten gefordert, denn auf der Baustelle müssen alle Bauteile nahtlos zueinander passen. Auch die Schnittstellen zu späteren Gas-, Wasser und Stromleitungen sind bereits eingeplant und genau vorbereitet.

Jede Nacht bringt die Firma die Module, die sie am folgenden Tag aufstellen will, in Kolonne unter polizeilicher Begleitung über die 750 Kilometer lange Strecke nach Trier. In der Nacht auf den 1. August, dem geplanten ersten Bautag, behinderte ein Sturm den Transport. Autobahnen waren kurzfristig wegen umgestürzter Bäume gesperrt, sodass die Bauteile kurz vor Trier festhingen und erst am Folgetag auf die Baustelle kamen. Bauleiter Ralf Tenhofen ist jedoch zuversichtlich, die Aufstellung der Module trotzdem fristgerecht abzuschließen.

Gebäude lassen sich umbauen

Wenn alle Module Mitte August zusammengefügt sind, steht bereits die Außenhülle der Gebäude. „Nachdem auch die Dächer abgedichtet sind, beginnen die Anschlussarbeiten: Strom-, Gas- und Wasserleitungen werden verlegt, die Fassaden hergerichtet“, erläutert Tenhofen. Im Anschluss werden die Innenwände im Trockenbauverfahren errichtet. Es folgen Heizungs-, Elektro- und Sanitär- installationen. Im Oktober werden die Balkone angebracht. Bereits Ende November soll der Innenausbau mitsamt Boden- und Malerarbeiten abgeschlossen sein. Für das Frühjahr 2018 ist der Einzug der ersten Mieter geplant.

Die Wohnungen werden in der so genannten Stahlskelettbauweise errichtet. Tenhofen erklärt hierzu: „Die Innenwände sind nicht tragend, sodass sich die Gebäude auch Jahre später flexibel je nach Bedarf umbauen lassen.“ Von den 31 Wohnungen werden gemäß den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus vier barrierefrei und davon drei rollstuhlgerecht ausgebaut. Die Größen variieren: Überwiegend werden 50 bis 80 Quadratmeter große Wohnungen gebaut sowie zwei größere Vierzimmereinheiten. Die Gesamtkosten für den Bau inklusive der Außenanlagen betragen 5.353.000 Euro.

(Rathauszeitung)

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