Verwaltung: Auf geschlechtsneutrale Wickeltische hinweisen

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Symbolbild "Wickeltisch"

Bildquelle: pixabay

MAINZ (dpa/lrs). Erbauer und Sanierer öffentlicher Gebäude sollen in Zukunft gefragt werden, ob sie Wickeltische an einem für Männer wie Frauen zugänglichen Ort errichten wollen. Eine entsprechende Anregung der SPD-Fraktion für geschlechtsneutrale Wickeltische sei für die nächste Änderung der entsprechenden Baurichtlinie aufgenommen worden, erklärte eine Sprecherin des Bau- und Finanzministeriums.

Die SPD hatte bemängelt, dass die meisten Wickelplätze sich in Damentoiletten befinden. Männer, die in öffentlichen Gebäuden – wie Bibliotheken, Museen, Rathäusern – ein Baby wickeln wollten, fänden oftmals keinen geeigneten Platz. «Eine Verbesserung ist im Sinne der gesellschaftlichen Gleichstellung sehr erstrebenswert», erklärte der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sven Teuber.

Die sogenannte «Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Landes» ist eine Checkliste für die Planer, was in einem Gebäude benötigt wird – also zum Beispiel Seifenspender, Papierkörbe, Fahrradständer, Tafeln. «Steht ein Wickeltisch auf der Liste, ist das eine Anregung für die Nutzer, darüber nachzudenken», sagte eine Ministeriumssprecherin. Schon heute sei es den Verwaltungen möglich, bei einer anstehenden Baumaßnahme die Einrichtung eines geschlechtsneutralen Wickeltischs zu beantragen.

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