Rheinland-Pfalz zieht Konsequenz aus Panne mit Betreuer

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MAINZ (dpa/lrs). Nach dem Einsatz eines Psychologen mit Salafismusverdacht bei einem mutmaßlichen jungen Bombenbauer will Rheinland-Pfalz die Betreuer ähnlicher Fälle strenger prüfen.

«Wir haben aus dem Fall die Konsequenz gezogen, dass jede Person, die mit einem radikalisierten Kind oder Jugendlichen arbeitet, künftig vor Aufnahme der Tätigkeit sicherheitsüberprüft sein muss», teilte Jugendstaatssekretärin Christiane Rohleder (Grüne) am Donnerstag in Mainz mit. Dafür müsse es aber eine Einwilligungserklärung geben. Zuvor war nur die Rede davon, dass die Betreuer des 13-Jährigen stets einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden sollen.

Das Landeskriminalamt (LKA) kündigte spezielle Prüfungen auch für Landesprojekte an: «Künftig wird eine Zuverlässigkeitsüberprüfung als zwingende Voraussetzung bei Projektvergaben des Landes im Bereich der Deradikalisierung (Rechts- und Linksextremismus sowie Islamismus), seien es Projekte in der Prävention oder der Intervention, verankert», teilte das LKA der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der heute 13-Jährige soll versucht haben, im Dezember 2016 einen Sprengsatz in der Nähe des Ludwigshafener Weihnachtsmarktes abzulegen.

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