Qualitätscheck der regionalen Bäckereien – 94 Goldmedaillen für Brote und Brötchen aus der Region

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Während Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz (links) die Brote und Brötchen unter die Lupe nimmt, können Bankbesucher die Backwaren verkosten.

Bildquelle: Bäcker-Innung MEHR

PRÜM. Kunden, die auf Qualität und Regionalität setzen, finden bei den handwerklich arbeitenden Bäckereien ihre Qualitäts-Produkte bei Broten und Brötchen. Dies ergab auch die diesjährige Brotprüfung durch den unabhängigen Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz. Insgesamt 94 Brote und Brötchen erhielten die höchste Auszeichnung, 46 wurden mit ‚gut‘ getestet und 20 Produkte wurden nicht ausgezeichnet. – „Die Prüfung ist Ansporn für die Bäckereien, dort wo es notwendig ist, nochmals nachzubessern“, sagt Obermeister Raimund Licht und bestätigt den Sinn der Brotprüfung. „Viele Bäckereien kommen explizit mit Produkten, die einer Nachbesserung bedürfen, um sich vom Prüfer Tipps und Anregungen zu holen. Manchmal sind leichte Korrekturen in der Rezeptur, in der Teigführung oder beim Backvorgang schon zielführend“, so der Bäckermeister.

Deutschland ist bekannt für seine besondere Brotkultur, die sich durch Qualität und Vielfalt auszeichnet. Im Land sind drei Sachverständige des Brotinstituts unterwegs und testen die Qualität in den regionalen Backstuben und stellen sich den Fragen der Verbraucher vor Ort. Die sechs Hauptkriterien Geruch, Geschmack, Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbildung sowie Struktur und Elastizität stehen dabei im Vordergrund.

Aber auch die spannende Frage ob Weißbrot wirklich schlechter sei, als das viel gepriesene Vollkornbrot kam auf den Tisch. „Lebensmittel lassen sich schlicht nicht in ‚gesund‘ oder ‚ungesund‘ einteilen“, so der Experte. Was für den einen gut sei, könne durchaus für den anderen schlecht sein. Karl-Ernst Schmalz schildert, dass neuerliche Forschungsergebnisse zutage gebracht hätten, dass Weißbrot zumindest nicht so schlecht sei, wie sein Ruf. Weitere Informationen findet man unter www.brottest.de – auch die kompletten Ergebnisse der Prüfungen vor Ort.

Insgesamt wurden in Prüm, Bernkastel und Daleiden 160 Brote und Brötchen an drei Standorten unter die Lupe genommen. Für die besten gab es Goldmedaillen und Urkunden: 7 x Gold für Bäckerei Dirk Mertes (Lieser), 6 x Gold für Bäckerei Fleury (Brauneberg), 3 x Gold für Bäckerei Hans-Josef Flesch (Dudeldorf), 7 x Gold für Bäckerei Anita Schander (Heidenburg), 6 x Gold für Bäckerei Schnur (Binsfeld), 3 x Gold für Bäckerei Smith (Kerpen), 5 x Gold für Kyll’s Backstuben (Arzfeld), 2 x Gold für Landbäckerei Roden GmbH (Gerolstein), 5 x Gold für Prümtaler Mühlenbäckerei Hahn & Söhne GmbH (Lünebach), 49 x Gold für Bäckerei Schmitz (Daleiden).

Die öffentlichen Brotprüfungen haben in diesem Jahr in der Volksbank Eifel eG in Prüm und der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank in Bernkastel-Kues stattgefunden. Interessierte Schülerinnen und Schüler, sowie Kindergartenkinder besuchten ebenfalls die Brotprüfungen und erhielten einen kleinen Einblick in die Arbeit der Bäcker. „In den Backstuben werden immer Fachkräfte gesucht“, sagt der stellvertretende Obermeister Leo Emondts und ermunterte die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse, bei einem Schulpraktikum oder während der Ferien unverbindlich in den Beruf hinein zu schnuppern.

2 KOMMENTARE

  1. Bei soviel Gold wundert es mich ja, weshalb beispielsweise Brötchen vom Bäcker mittlerweile durch die Bank geschmacklose, aufgeplusterte „Windbeutel“ sind – und das zu Mondpreisen.

  2. Ich fahre 2X die Woche nach Brauneberg in die Bäckerei Karsten Fleury, um ein lecker Brot und Käsebrötchen zu kaufen. Auch der Pflaumenkuchen ist ein Gedicht! Herzlichen Glückwunsch für die Auszeichnung das wünscht Bruder Nikolaj Bromberg aus Wengerohr.

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