Gewöhnlicher Unfall wird zu ungewöhnlichem Ereignis

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KAISERSLAUTERN / TRIPPSTADT. Mit einem nicht alltäglichen Unfall hatte es die Polizeiinspektion Westpfalz am Donnerstagmorgen zu tun. Der Unfall selbst war zwar nicht ungewöhnlich, die weitere Entwicklung jedoch schon.

Kurz nach 8 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass auf der B48 zwischen Hochspeyer und Johanniskreuz im Bereich Trippstadt (Antonihof) ein Transporter von der Fahrbahn abgekommen sei und mehrere Insassen leicht verletzt wurden.

Wie sich vor Ort herausstellte, war das Fahrzeug in einer leichten Linkskurve geradeaus gefahren, dadurch im angrenzenden Wald gelandet und zwischen zwei Bäumen stecken geblieben. Von den acht Insassen zogen sich sechs leichte Verletzungen zu. Der Ford Transit wurde stark beschädigt und war nicht mehr fahrbereit; er musste abgeschleppt werden. Geschätzter Sachschaden: etwa 42.000 Euro.

So weit, so „normal“. Dann begannen jedoch die „Merkwürdigkeiten“. Trotz ihrer leichten Verletzungen wollte sich keiner der Betroffenen vom Rettungsdienst versorgen oder ins Krankenhaus bringen lassen. Bei den Ermittlungen zur Unfallursache gab der 42-jährige Fahrer an, er sei einem Reh ausgewichen. Ein neutraler Unfallzeuge konnte dies jedoch nicht bestätigen.

Darüber hinaus berichteten Einsatzkräfte der Feuerwehr, die zuerst am Unfallort eingetroffen waren, dass sie die Fahrzeug-Insassen dabei beobachtet hatten, wie sie einen großen Sack aus dem Fahrzeug luden und in den Wald trugen. Der Sack konnte anschließend in der Nähe ausfindig gemacht werden.

Der Inhalt: Kabel-Stücke. Zur Herkunft machten die Transporter-Insassen zunächst keine Angaben. Weil der Verdacht besteht, dass die Kabelstücke von einer Baustelle gestohlen wurden, wurde der Sack samt Inhalt sichergestellt. Die mutmaßlichen Diebe halfen anschließend, den Sack in den Polizeiwagen zu laden. Die weiteren Ermittlungen laufen.

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