Charmante Ecke im Marx-Viertel

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Philosophenplatz. Die Ecke Jüdemer-/Brückenstraße erlebt durch die komplette Umgestaltung eine enorme Aufwertung und soll künftig Karl-Marx-Platz heißen. Die goldenen Streifen sind „Lebenslininien“ aus Messing auf denen Daten aus Marx‘ Leben stehen werden

Bildquelle: Ernst & Partner

TRIER. Ein einladender, schattiger Ort zum Durchatmen und Sortieren der Eindrücke nach einem informativen Besuch des Karl-Marx-Hauses: Dieser Gedanke steht hinter den Planungen für die Aufwertung der kleinen Platzfläche an der Kreuzung Jüdemer-, Brücken- und Karl-Marx-Straße.

Für die Umsetzung des bereits Ende 2016 vorgestellten Projekts stellte der Stadtrat jetzt einstimmig 210.000 Euro bereit, wobei das rheinland-pfälzische Innenministerium bereits einen Zuschuss in Höhe von 135.000 Euro aus dem Strukturprogramm „Städtebauliche Erneuerung“ bewilligt hat.

Pünktlich zur Feier des 200. Geburtstags von Karl Marx im Frühjahr 2018 soll die Umgestaltung des Platzes, der sein Charmepotenzial bislang noch längst nicht ausgeschöpft hat, abgeschlossen sein. Das gesamte Quartier zwischen Mutterhaus und Rathaus, das inoffiziell bereits den Titel Karl-Marx-Viertel trägt, könnte von der Aufwertung profitieren.

Die jetzt verabschiedete Planung basiert auf einem Entwurf des Büros Ernst und Partner. Demnach soll der Platz, der nur ein paar Schritte vom Museum Karl-Marx-Haus entfernt ist, durch einen Belag aus anthrazitfarbenem Betonpflaster als Einheit wahrgenommen werden. Der Clou des Konzepts sind goldgelbe „Lebenslinien“ aus Messing mit Zitaten und Lebensdaten von Karl Marx, die in den Boden eingelassen werden.

Fahrradbügel und Leuchten fassen den verkehrsfreien Innenraum, ein Lichtkonzept sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente am Abend. Auf den Flächen um die drei auf dem Platz befindlichen Robinien werden drei rote Bänke aufgestellt. Außerdem ist Raum für eine Gaststätten-Terrasse vorgesehen. Die Durchfahrt aus der Jüdemer- in die Karl-Marx-Straße soll zunächst geöffnet bleiben. Aufgrund der Umgestaltung und der Vergrößerung der Grundfläche des Platzes entfallen einige Parkplätze auf beiden Seiten der Brückenstraße.

Der Grundsatz der Barrierefreiheit wird bei der Aufwertung des Platzes durch Bordsteinabsenkungen an den Querungsstellen, erhöhte Sitzmöglichkeiten und eine Blindenleitführung berücksichtigt.

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