Gefährdete Gesundheitsversorgung – „Ländliche Kliniken“ besonders bedroht

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Symbolbild "Krankenhaus"

Bildquelle: pixabay

In Rheinland-Pfalz sind viele kleine Krankenhäuser von der Schließung bedroht. „Gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz ist das fatal“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner. „Durch die Schließung von kleinen Krankenhäusern werden Wege länger, im Notfall kann das lebensbedrohlich sein.“

Besonders die kleinen Kliniken mit wenigen hundert Betten können sich, trotz Aufstockung der Fördermittel durch das Land, wirtschaftlich kaum noch über Wasser halten. Dabei sind es gerade sie, die die medizinische Grundversorgung in den ländlichen Regionen sichern.

Das Krankenhaus in Prüm zum Beispiel stellt die Versorgung von ca. 30.000 Menschen sicher, steht aber vor immensen finanziellen Herausforderungen. Sollten solche Häuser schließen müssen, bliebe nur noch der oft sehr weite Weg in die großen, zentral gelegenen Krankenhäuser in Bitburg oder Trier. Gerade für ältere und chronisch kranke Patientinnen und Patienten sowie für Schwangere, ist das kaum zu bewältigen. Schon die Schließung von Geburtenstationen hat gezeigt, dass die Einsparungen in der medizinischen Versorgung für viele Menschen große Belastungen bedeuten.

„Für den Erhalt der kleinen Kliniken, für eine regionale Gesundheitsversorgung, ist eine bessere Förderung der Kliniken dringend notwendig. Hier ist auch das Land in der Pflicht“, mahnt Werner nachdrücklich. „Dass die Bevölkerung in manchen Regionen schrumpft, heißt nicht, dass es dort keinen Bedarf an einer Grundversorgung gibt, oder dass die Menschen weite Wege auf sich nehmen können.“

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