Kinderoper BRUNDIBAR feiert Premiere im Theater Trier

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Bildquelle: Theater Trier

TRIER. Am morgigen Donnerstag, 29. Juni, um 11 Uhr, feiert die Kinderoper „Brundibár“, Premiere im Großen Haus des Trierer Theaters.

Seit Anfang des Jahres probt der Kinder- und Jugendchor des Theater Trier BRUNDIBAR, eine Oper des tschechischen Komponisten Hans Krása. Alle Rollen sind mit Kindern besetzt. In BRUNDIBAR geht um das alte, aber ebenso aktuelle Thema der Ausgrenzung: Es gibt immer Menschen, die ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen auf Kosten anderer.

Die Kinderoper BRUNDIBAR begreift sich als ein starkes Plädoyer dafür, die Hoffnung nicht aufzugeben und solidarisch der Menschlichkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Ihr Komponist Hans Krása, selbst nach Theresienstadt deportiert, richtete sie für die dort vorhandenen Instrumente ein und führte sie bis zu seiner Ermordung in Auschwitz über 55 Mal auf.

Das besondere an der Trierer Inszenierung ist die Verschränkung der Oper mit dem fünfteiligen Lied-Zyklus „Dream“ der amerikanischen Komponistin Diane Abdi Robertson, basierend auf den sehr lyrisch-poetischen Texten des 14-jährigen Zeitzeugen Abramek Koplowicz, der mit seiner Familie während des 2. Weltkrieges im Ghetto von Lodz (Polen) lebte und mit seiner Mutter 1944 in Auschwitz ums Leben kam.

Musikalische Leitung: Malte Kühn
Inszenierung: Heidi Sommer
Ausstattung: Georg & Paul
Chorleitung: Martin Folz
Kinder- und Jugendchöre des Theater Trier
Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

HANDLUNG:
Aninka und Pepíček haben Angst um ihre Mutter. Sie ist schwer krank und braucht dringend Medizin. Der Arzt meint, frische Milch könnte helfen. Die beiden Kinder machen sich auf der Stelle auf den Weg in die weite Welt in der Hoffnung, dort auf nette Menschen zu treffen und Milch zu finden. So kommen sie in das Land der Brundibars. Dort scheinen sich ihre Wünsche zuerst aber gar nicht zu erfüllen, niemand interessiert sich für sie. Die Menschen, die dort leben, sind gemein und wollen ihnen keine Milch geben. „Wir können doch nicht die ganze Welt retten“, sagen sie zu Aninka und Pepíček. Fremde bleiben Fremde – und denen hilft man nicht gern. Dennoch gelingt es den Kindern durch ihre besonders liebenswerte Art und mit schlauem Geschick, die Herzen für sich zu erobern. …

Weitere Termine: 29. Juni, 18.00 Uhr | 30. Juni, 18.00 Uhr

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