Die Mischung macht’s – 2. städtisches Wohnungsbauprojekt in Filsch vorgestellt

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Die Visualisierung zeigt den Blick von der Von-Babenberg-Straße auf die dreigeschossige Häusergruppe mit Außenanlagen.

Bildquelle: Kleusberg / synarchitekten

TRIER / FILSCH. Am Hofgut Mariahof haben die Bauarbeiten letzte Woche bereits begonnen, das zweite städtische Wohnungsbauprojekt ist noch nicht ganz so weit: Im Filscher Baugebiet „Ober der Herrnwiese“ (BU 14) sollen auf Beschluss des Stadtrats in einem dreigeschossigen Gebäude 50 Sozialwohnungen entstehen.

Am vergangenen Mittwoch wurden die Pläne in der Kulturscheune Filsch erstmals öffentlich präsentiert.

Wie in Mariahof war die Flüchtlingswelle des Jahres 2015 der Auslöser für das Projekt. „Inzwischen ist die Frage, wo wir die uns zugewiesenen Asylsuchenden unterbringen können, nicht mehr so drängend. Doch sozialer Wohnungsbau ist in Trier nötiger denn je“, betonte Baudezernent Andreas Ludwig. Anstatt eines Flüchtlingsheims entstehen deshalb in Filsch nun reguläre Sozialwohnungen, die so zugeschnitten werden sollen, dass für möglichst viele Bevölkerungsgruppen ein attraktives Angebot entsteht. „Wichtig ist eine gute Mischung der Bewohner, es soll auf keinen Fall ein Ghetto entstehen“, so Ludwig.

Auch sonst gibt es Parallelen zu Mariahof: Den Bauauftrag erhielt auch hier die Firma Kleusberg aus Wissen, die das Gebäude als Modulbau mit Stahlskelett errichten wird. „Die vorgefertigten Module werden nachts von Sattelschleppern angeliefert. Der Rohbau steht dann innerhalb von 14 bis 20 Tagen“, erläuterte Dr. Frank Simons, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, die Vorgehensweise.

Das Grundstück befindet sich zwischen der Karl-Carstens-, von Babenberg- und Georg-Schaeidt-Straße. Die Planung für den Wohnkomplex sieht vier unterschiedlich lange, zusammenhängende Teilgebäude vor. Sie umschließen einen Innenhof, der sich zur von-Babenberg-Straße öffnet. Aufgrund des abschüssigen Geländes sind die dreigeschossigen Häuser auch in der Höhe gegeneinander versetzt.

Ludwig legte bei der Präsentation Wert auf die Feststellung, dass die Stadt bei ihrem Sozialwohnungsprojekt wie jeder private Bauherr die Vorgaben des Bebauungsplans BU 14 einhält. So wird das Gebäude den Passivhausstandard erreichen. Der Baudezernent bekräftigte zudem das Versprechen, „die notwendigen Stellplätze zu schaffen“. Bei einer Quote von 1,25 Stellplätzen pro Wohnung müssen auf dem Grundstück somit mehr als 60 Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Eine Tiefgarage ist im geförderten Wohnungsbau nicht möglich.

Wohnqualität mit Spielplatz, Grünflächen und Fahrradbügeln wird in dem von drei Seiten eingefassten Innenhof geschaffen. Die Detailplanung für das Wohnumfeld wurde dem Trierer Büro Ernst und Partner übertragen. Das Ergebnis soll in einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen vorgestellt werden.

Daten & Fakten

– Projekt: Sozial geförderter Wohnungsbau im Baugebiet BU 14 „Ober der Herrnwiese“.
– Bauherr: Stadt Trier/Amt für Soziales und Wohnen.
– Gesamtkosten (mitAußenanlagen): 7,65 Millionen Euro.
– Wohnungen: 50.
– Wohnungsgrößen: 56 bis 90 Quadratmeter.
– Stellplätze: 1,25 pro Wohnung.
– Baubeginn: September/Oktober 2017.
– Fertigstellung (geplant): Februar/März 2018.

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