Mehrere Lücken geschlossen – In der Thyrsusstraße Trier entsteht eine neue Wohnanlage

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Der Entwurf für das Gebäude stammt von dem Trierer Büro Lamberty-Architekten, das bereits die beiden anderen Neubauten der Wogebe in der Thyrsusstraße konzipiert hatte.

TRIER. Als weiterer Baustein der sozialen Stadtteilentwicklung in Trier-Nord entsteht ab Herbst in der Thyrsusstraße 34-40 eine neue Wohnanlage, die im März 2019 bezugsfertig sein soll. Herbert Schacherer, Geschäftsführer der Wogebe als Bauträger, stellte am Donnerstag im Dezernatsausschuss II das Konzept vor.

Das Projekt „Wohnen im Quartier“ schließt eine weitere große Baulücke in der Thyrsusstraße.

Geplant sind 37 Wohnungen zwischen 46 und 110 Quadratmetern. Je nach Einkommen beträgt die monatliche Nettokaltmiete zwischen sechs und 8,60 Euro pro Quadratmeter.

„Eine Mischung aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen unter einem Dach gibt Menschen unterschiedlichen Alters, Einkommens und Lebenssituation Gelegenheit, in guter Nachbarschaft zu wohnen und die Vorteile dieser Anlage zu nutzen“, betonte Schacherer. Bis auf zwei sind alle Wohnungen barrierefrei ausgebaut, damit sie unabhängig von Alter und Lebenssituation auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar sind. Sie verfügen über bodengleiche Duschen und barrierefrei zugängliche Loggien. Die Erschließung erfolgt über drei Treppenhäuser, wobei die zentrale Anlage mit einem Aufzug ausgestattet ist. Die Immobilie bietet viele Begegnungsmöglichkeiten: halböffentliche Bereiche wie die breiten Laubengänge, ein Wohncafé mit Küche, ein Nachbarschaftsbüro mit einer Fachkraft als Anlaufstelle. Das Wohncafé steht für gesellige Treffen zur Verfügung und wird von den Bewohnern mit Unterstützung des Nachbarschaftsbüros organisiert.

Quartiersmanagerin Maria Ohlig freut sich über mögliche Vorteile für die Bewohner des ganzen Quartiers: „Nicht nur städtebaulich erfährt das Viertel eine Aufwertung. Mit der Ansiedlung der Zentrale des Pflegedienstes Verrus in dem Gebäude fallen lange Anfahrtswege weg. Zudem wird mit der Tagespflegeeinrichtung im selben Komplex eine Lücke in der Versorgung von pflegebedürftigen Bewohnern in Trier-Nord geschlossen.“ Die Förderung des Wohncafés durch das Bundesfamilienminsterium ist eine Anerkennung des Projektes „Wohnen im Quartier“, dessen Bauvolumen größer ist als die beiden bereits von der Wogebe in der Thyrsusstraße errichteten Gebäude. Sie waren 2014 und 2015 fertiggestellt worden. Das erste bietet auch Wohungen für Studenten.

Schacherer wies erneut auf die Vorteile des genossenschaftlichen Wohnens hin: Alle einziehenden Haushalte werden Mitglieder der Wogebe. Durch die Einlage von Genossenschaftsanteilen entsteht ein lebenslanges Wohnrecht und die Garantie einer dauerhaft günstigen Miete. Die Genossenschaftsanteile, auf die keine Dividende ausgeschüttet wird, bleiben Eigentum der Mitglieder. Bei einem Auszug werden sie ausgezahlt. Die Höhe der Genossenschaftsanteile im Projekt „Wohnen im Quartier“ liegt zwischen 50 Euro und 100 Euro pro Quadratmeter bei geförderten sowie 300 Euro bei frei finanzierten Wohnungen.

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