Kaiserslautern zieht Bewerbung für Fußball-EM 2024 zurück

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KAISERSLAUTERN. Die Stadt Kaiserslautern hat ihre Bewerbung als Spielort der Fußball-Europameisterschaft 2024 zurückgezogen. Die Stadträte stimmten am Montag dafür, die beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Vorbehalt abgegebene Bewerbung wieder zurückzunehmen. Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) sprach von einem «unverantwortlichen finanziellen Risiko».

Es gäbe große Unabwägbarkeiten, zudem würden sich viele Kosten erst nach Ablauf des Turniers in ihrer vollen Tragweite zeigen. Nach Karlsruhe und Freiburg macht somit die dritte Stadt einen Rückzieher.

Durch Auflagen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wie die Gewährleistung der Sicherheit, externe Personalkosten und Public Viewing entstünden der finanziell gebeutelten Stadt ein geschätzter Zuschussbedarf in Höhe von sechs bis acht Millionen Euro.

Zudem ist die sportliche Zukunft des abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern unsicher, damit sind auch die Pachtzahlungen für das städtische Stadion derzeit nicht gesichert. Kaiserslautern war mit dem Fritz-Walter-Stadion 2006 WM-Spielort.

Um die zehn zu vergebenen Standorte bewerben sich nun noch 14 Städte, die bis zum 12. Juni ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen beim DFB abgeben müssen: Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart. Am 15. September wird das DFB-Präsidium die zehn Spielorte bestimmen. Der EM-Ausrichter wird im September 2018 durch die UEFA erkoren. Neben Deutschland hat bisher auch die Türkei ihre Kandidatur angekündigt.

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