Cyber-Attacke: Rheinland-Pfalz und Saarland betroffen

Cyber-Attacke: Rheinland-Pfalz und Saarland betroffen

MAINZ / SAARBRÜCKEN. Auch an den Bahnhöfen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind die Auswirkungen der weltweiten Cyber-Attacke zu spüren.

Die Anzeigetafeln an den Bahnhöfen in Trier, Koblenz, Kaiserslautern, Saarbrücken, Homburg und St. Wendel zeigten Fehlermeldungen oder waren komplett ausgefallen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagmittag mitteilte.

Zu Verspätungen im Zugverkehr komme es aber nicht. Fahrgästen wird empfohlen, sich an Aushangfahrplänen oder online über Abfahrtszeit und -gleis zu informieren.

Nach Angaben der Bahn sind vereinzelt auch Fahrkartenautomaten von der Störung betroffen. Der Cyber-Angriff könne sich bis in die Abendstunden bemerkbar machen.

Die Computer wurden weltweit gestern bei einer Cyber-Attacke von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die die betroffenen Computer verschlüsseln und auf Anweisung ein Lösegeld verlangen, um die Computer wieder zu „entsperren“.

Dabei wurde Experten zufolge eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckt worden war, aber vor einigen Monaten von Hackern öffentlich gemacht wurde.

Die Schwachstelle wurde zwar bereits im März grundsätzlich von Microsoft geschlossen – aber geschützt waren nur Computer, auf denen das Update installiert wurde.

LESERMEINUNGEN

  1. Anstatt dass Geheimdienste jede Sicherheitslücke sofort bei Bekanntwerden dem jeweiligen Software-Hersteller mitteilen, behalten die Geheimdienste lieber die meisten Kenntnisse über Lücken für sich. Geheimdienste sorgen nicht für Recht und Ordnung, sondern sie verhalten sich kriminell und nehmen, wie man hier wieder sieht, auch große Kollateralschäden im Wohlstand der Zivilbevölkerung in Kauf, damit sie jederzeit jeden ausspionieren und sabotieren können.
    Wenn ein Geheimdienst dann noch die richtigen Funktionäre und deren unpässliche Intimitäten ausgekundschaftet hat, so steht einem blühenden Eigenleben des Geheimdiensts nichts mehr im Wege.
    Vielleicht wird Dobrindt ja auch von denen „klein gehalten“ – bei seinem heutigen über-verallgemeinerten sachkenntnisfreien Geschwurbel zu einem schärferem IT-Sicherheitsgesetz.

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