Erster European ONLINE Job Day mit 1.400 Bewerber aus zehn Nationen

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TRIER. Am 4. und 5. Mai haben die European Job Days in Trier stattgefunden – zum ersten Mal mit einer Online-Karrieremesse, an der sich über 1.400 Bewerber und 49 Unternehmen beteiligt haben.

„Wir haben was Neues ausprobiert und das mit Erfolg“, resümiert Organisatorin Hanna Kunze nach zwei Veranstaltungstagen European Job Days in Trier erleichtert. Die Veranstalter der EURES-Beratung hatten sich zum Ziel gesetzt, mit dem innovativen Format des Online Job Days den europäischen Arbeitsmarkt in unserer Region ein Stückchen näher zusammenzurücken. Das allerdings war ein Wagnis: Denn niemand konnte im Vorfeld sa-gen, wie die erste virtuelle Karriere-Messe, die am 5. Mai komplett im Internet ablief, angenommen würde.

Die Bilanz einige Tage danach spricht jedoch ein eindeutiges Bild: Die Premiere zog auf Anhieb über 1.400 Jobsuchende aus zehn Nationen an. Die Bewerber aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Italien, Rumänien, Polen und Griechen-land registrierten sich entweder einige Wochen vor dem Veranstaltungstermin oder am Messetag selbst auf der Plattform www.europeanjobdays.eu/trier, luden Bewerberprofile hoch und stöberten in den eingestellten Stellenausschreibungen.

Dabei konnten sie auf einen Pool von 428 Jobofferten zugreifen. Am 5. Mai, dem Tag des Online Job Days, begegneten sich schließlich Arbeitgeber und Jobsuchende in der digitalen Welt des Internetportals. Sie schickten sich Nachrichten und Bewerbungsunterlagen zu, unterhielten sich via Textchat oder führten erste Vorstellungsgespräche per Videochat. So erreichten die 49 registrierten Unternehmen aus der Großregion 781 Online-Bewerbungen. Diese mündeten in 206 Interview-Chats zwischen Bewerber und Arbeitgeber.

Eines der teilnehmenden Unternehmen war die AXIA RH aus Luxemburg. Für die Personal-agentur hat sich das neue Format schon jetzt bewährt: „Wir haben auf der Plattform des European Online Job Days bereits im Vorfeld interessante Lebensläufe von Bewerbern aus der Großregion, aber auch darüber hinaus sammeln und sichten können.

Nach den Online-Interviews während des Tages haben wir sieben Bewerber zu Vorstellungsgesprächen nach Luxemburg eingeladen, weitere Interviews mit verheißungsvollen Kandidaten aus Europa bereits per Skype-Chat vereinbart. Wir ziehen insgesamt eine sehr positive Bilanz und wer-den uns gerne an künftigen Online-Rekrutierungsmessen beteiligen“, sagt Filialassistentin Samatha Almeida.

Das positive Feedback der Arbeitgeber bestärkt die Veranstalter der Arbeitsagentur: „Die Arbeitslosigkeit in der Region ist niedrig. Die Fachkräftenachfrage hingegen hoch. Der European Online Job Day bietet den hiesigen Unternehmen eine innovative Möglichkeit, an neue Bewerbergruppen zu gelangen“, so Heribert Wilhelmi, Leiter der Agentur für Arbeit Trier. Darüber hinaus vereine die digitale Karrieremesse mehrere Schritte des Auswahlverfahrens. „Das Hochladen von Stellenangebot und Bewerberprofil, die Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung sowie das erste Vorstellungsgespräch selbst: Das alles gelingt inner-halb weniger Stunden über die Internetplattform“, so Wilhelmi. Damit könnten räumliche Grenzen überwunden und Zeit gespart werden.

Trotz des neuartigen Formats der Online-Veranstaltung, zeigten die diesjährigen European Job Days jedoch auch, dass die klassische Karrieremesse kein Auslaufmodell ist. Am Tag zuvor, dem 4. Mai, besuchten rund 600 Jobsuchende und Grenzgänger die Informations- und Weiterbildungsmesse in der Tuchfabrik Trier.

An 28 Messeständen erhielten sie Tipps zur Stellensuche und Bewerbung in der Großregion, konnten sich über die soziale Absicherung als Grenzgänger informieren oder bei den EURES-Experten individuell beraten lassen. Ergänzt wurde das Veranstaltungsprogramm durch fünf verschiedene Vorträge. Mit dabei war unter anderem der prominente Spiegel-Online-Kolumnist, Gerhard Winkler, der vor rund 150 Zuhörern erklärte, wie eine Bewerbung auf internationalem Parkett glückt. Den Besuchern boten die European Job Days also ein Rundum-Parket, um in der Großregion beruflich erfolgreich durchzustarten.

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