Fotografische Gesellschaft Trier präsentiert Ausstellung „Trier – Stadt am Fluss“

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Klaus Kuhnen: Lesestunde

TRIER. „Leben an der Mosel“ – es ist ein Riesenthema in Trier und es wird allerorts heiß darüber diskutiert. Jetzt hat sich die Fotografische Gesellschaft mit jenen 20,4 Kilometern befasst, die Trier von der Staustufe bis zum Verteilerring an der Mosel liegt.

Vom 4. bis zum 20. Mai präsentieren 15 Mitglieder der Fotografischen Gesellschaft Trier insgesamt 46 Bilder im Basement der TRIER GALERIE.

Erwin Klasen hat die Ausstellung zusammengetragen. Vom Panoramabild bis zum Foto 30 x 40 werden Szenen in Farbe und Schwarz-Weiß zu sehen sein. „Keine Postkarten-Idylle“ sagt Fotograf Klasen, der mit seinem Graffiti-Jesus-Bild jüngst in den Medien für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. „Wir haben an beiden Seiten des Moselufers fotografiert und Stimmungen eingefangen.“

Da ist die begehbare Tunnelröhre der Stadtwerke zu sehen, die von der Gilbertstraße unter der Mosel durch bis zur Luxemburger Straße reicht, ebenso wie die Graffitis an der Kunstakademie, die Baustelle Zurlauben, Kinder beim Schatzsuchen, alte und neue Pegelhäuschen.

Und ein großer Fragenkatalog macht Lust, Trier näher zu entdecken. Wann wurde die Schifffahrtsstraße Mosel durch den französischen Staatspräsidenten und den deutschen Bundeskanzler eingeweiht? Schätzen Sie einmal, wie viele Güterschiffe im letzten Jahr die Schleuse Trier passiert haben? Wie viele Staustufen gibt es am im Deutschland verlaufenden Teil der Mosel?

In einer Extra-Vitrine ausgestellt: die jüngste Foto-Dokumentation von Walter Blasius „Mosel – Warum die Mosel um Trier einen Bogen macht“ mit historischen Fotos aus der Zeit der Jahrhundertwende, die das Leben in den Mosel-Stadtteilen Pallien, Zurlauben, Maar und Barbeln porträtiert.

Die offizielle Eröffnungsvernissage findet am Donnerstag, den 4. Mai, ab 18.00 Uhr im Basement der TRIER GALERIE statt.

Erwin Glasen: Graffiti mit Jesus
Thomas Buntru: Altes Pegelhaus Krahnenufer

1 KOMMENTAR

  1. Trier hat in seiner Stadtentwicklung das Moselufer seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigt. Ausser in Zurlauben gibt es fast keine Möglichkeit ans Ufer zu kommen.
    Der jetztige Ausbau hat Zurlauben auch nicht gerade attraktiver gemacht mit Betonmauern und einer Betontribüne am Ufer.
    Privaten Betreibern wie dem Trierer Moselstrand hat man solange Knüppel zwischen die Beine geworfen bis diese aufgaben, wo bitte sind Anlegestellen für Sportbootfahrer die die Stadt oder Zurlauben besichtigen wollen ? Fehlanzeige, glaubt denn wirklich einer dass man vom jetztigen Monaiser Yachthafen dann mit dem Bus in die Stadt fährt?
    Mein Fazit für „Trier, Stadt ohne Fluss“ eine völlig verfehlte Politik alle Versprechungen zur Erschliessung des Moselufers waren bisher Makulatur und werden es wohl auch weiterhin bleiben.

    So werden Perlen vor die Säue geworfen

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