Blitzer im Saarland „geteert und gefedert“

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Bildquelle: Lena Pest / Twitter

SAARBRÜCKEN. Es wirkt wie ein verfrühter April-Scherz, ist für Stadt und Polizei in Saarbrücken aber gar nicht lustig: Unbekannte haben in der saarländischen Landeshauptstadt zwei stationäre Blitzer mit Teerfarbe bestrichen und im Anschluss mit weißen Vogelfedern bedeckt – also geteert und gefedert! Nach der Aktion in der Nacht zum Dienstag waren die Blitzer für mehrere Stunden nicht funktionstüchtig, weil die geschossenen Bilder unscharf waren. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagte ein Polizeisprecher.

Teeren und Federn ist eine Strafe, die seit der Antike bekannt ist. Verurteilte wurden dabei mit Teer überstrichen, mit Federn beworfen und anschließend ausgesetzt. Dabei ging es neben der Strafe auch um die Bloßstellung etwa von Betrügern oder Falschspielern. In diesem Sinne hat sich „Teeren und Federn“ auch als Redensart erhalten.

Die beiden Blitzer in der Saarbrücker Egon-Reinert-Straße und der Metzer Straße wurden am Dienstagvormittag gründlich gesäubert und nacheinander wieder in Betrieb genommen. Die Messtechnik blieb trotz der Verschmutzung unversehrt, berichtete die Stadt.

2 KOMMENTARE

  1. mmmh , was soll ich dazu sagen ?
    Kann es sein dass den Bürgern das “ Raubrittertum “ der Obrigkeit langsam auf die Nerven geht ?

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