Das 1 x 1 der Einsparpotentiale beim Gas-Verbrauch

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Natürlich darf und sollte jeder Eigenheimbesitzer ein waches Auge auf die Kosten werfen. Nur wer die Kosten im Blick hat, kann Einsparpotentiale ausmachen.

Bildquelle: pixabay.com

Sparen möchte Jeder. Doch Sparen hat immer zwei Facetten: Zum einen kann das Produkt günstig eingekauft werden und zum anderen kann der Verbrauch angepasst werden. Beides lässt sich förmlich musterhaft mit Blick auf den Gas-Verbrauch aufzeigen. Wie die zwei Seiten des Sparansatzes dabei funktionieren, verrät dieser Ratgeber.

Der Gasanbieter-Wechsel spart bares Geld

Wenn die Gaspreise sich erhöhen, dann liegt es letztlich am Verbraucher selbst, sich auf die Suche nach einem günstigeren Anbieter zu machen. Worauf es bei der Suche ankommt, erklärt die Verbraucherzentrale so: „Wichtig ist es dabei, die Tarife zu finden, die Einsparungen ermöglichen und zugleich kundenfreundliche Vertragsbedingungen haben. Der eigentliche Wechsel des Anbieters ist in der Regel einfach: Ist ein neuer Versorger gefunden, müssen Sie nur mit diesem einen Vertrag abschließen. Alles Weitere erledigt er für Sie.“

Was auf den ersten Blick so einfach scheint, zieht eine lange Liste an Ratschlägen nach sich, die hier einmal kurz aufgenommen werden sollen.

Gut zu wissen: Grundsätzlich hat der Verbraucher immer die Möglichkeit, den Gasanbieter zu wechseln. Einst war dies nur im Zuge eines Umzugs möglich. Heute lassen sich auf Bestandsverträge mühelos kündigen. Bei Mietwohnungen kümmert sich meist der Vermieter um den Gasanbieter. Allerdings schadet es nicht einmal anzufragen, ob regelmäßig die Gastarife über Portal wie Verivox kalkuliert werden, um einen möglichst günstigen Gaspreis zu bekommen.

Alternative zum Preisvergleich: Wer aus Tradition oder Sentimentalität nicht den regionalen Anbieter wechseln möchte, der muss die Hoffnung auf günstigere Preise längst nicht begraben, denn: Manchmal braucht es nur einen Anruf beim örtlichen Versorger und der Verbraucher wird in einen günstigeren Tarif eingruppiert. Achtung: Beim Wechseln vom Grund- zum Sondervertrag können sich auch andere Preisdetails ändern.

Preis und Leistung prüfen: Ein Preisvergleich geht heute rasend schnell. Online werden Wohnort und Verbrauch eingegeben und schon erscheint die passende Wechseloption – mit ausgewiesenem Einsparpotential. Wer dann einen Wechsel in Betracht zieht, sollte nicht nur auf den Preis achten, sondern auf die Vertragslaufzeit, etwaige Boni (die dann im zweiten Jahr nicht mehr gelten) oder das Kleingedruckte.

Im Handumdrehen wechseln: Wer sich für einen neuen Anbieter entschieden hat, schließt nicht nur dort einen Vertrag ab, sondern gibt dem neuen Anbieter auch eine Vollmacht, um den aktuellen Vertrag aufzukündigen.

Kein Sorge beim Wechseln: Wer den Wechsel scheut, aus Angst davor, dass etwa die Gasversorgung nicht mehr gewährleistet ist, dem sei gesagt: Im Energiewirtschaftsgesetz (EWG) heißt es:

„(1) Bei einem Lieferantenwechsel hat der neue Lieferant dem Letztverbraucher unverzüglich in Textform zu bestätigen, ob und zu welchem Termin er eine vom Letztverbraucher gewünschte Belieferung aufnehmen kann. (2) Das Verfahren für den Wechsel des Lieferanten darf drei Wochen, (…), nicht überschreiten. (…) (3) Der Lieferantenwechsel darf für den Letztverbraucher mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden sein.“ Auch wenn der neue Anbieter im Laufe der Zeit seine Aufgabe erfüllt, muss keiner um die Gasversorgung bangen, denn der örtliche Anbieter würde im Zweifelsfall die Versorgung wieder aufnehmen.

Ein wacher Umgang mit dem Gasangebot spart ebenfalls Geld

Natürlich gibt es eine ganze Reihe an Verbrauchertipps rund ums Thema Energiesparen. Wer die Kosten für Gas und Heizung aktiv minimieren will, kann an diesen Stellschrauben drehen:

(1) Wer konstant heizt, der profitiert von den sich erwärmenden Wänden, die die Wärme ihrerseits konstant abgeben. Um die Temperatur zeitlich regeln zu können, ist der Einsatz eines Thermostats sinnvoll. Wer die programmierbare Variante nutzt, kann die Temperatur während der Abwesenheit senken und rechtzeitig wieder anheben. Unter 16 Grad sollte die Temperatur allerdings nie fallen. Um die Thermostate auf die passende Raumtemperatur einzustellen, helfen die Richtwerte aus der folgenden Tabelle:

RaumTemperatur
empfohlene Wohnzimmer-Temperatur20 bis 22 Grad Celsius
empfohlene Flur-Temperatur16 bis 18 Grad Celsius
empfohlene Küchen-Temperatur18 bis 20 Grad Celsius
empfohlene Kinderzimmer-Temperatur20 bis 23 Grad Celsius
(während der Spielzeit)
empfohlene Schlafzimmer-Temperatur16 bis 18 Grad Celsius
(gilt während der Schlafenszeit auch für das Kinderzimmer)
empfohlene Badezimmer-Temperatur20 bis 23 Grad Celsius

Die empfohlenen Richtwerte sind auch so zu verstehen: Wenn möglich sollten sich die Zimmertemperatur an der angegebenen Untergrenze ausrichten. Wer die Heizung um nur ein Grad reduziert, hat bereits ein großes Einsparpotential.

Tipp: Regelmäßiges Entlüften unterstützt eine effektive Wärmeleistung.

(2) Viel Einsparpotential liegt bei einer Gasheizung auch im richtigen Verhalten. Das heißt: Möbel und Einrichtungsgegenstände sollte die Heizung keinesfalls zustellen. Ein Ventilator an der Decke kann dabei helfen, die warme Luft (die aufsteigt) umzuwälzen. Regelmäßig sollten die Heizkörper entlüftet werden, um eine Reduzierung der Wärmeleistung zu verhindern. Um effektiv zu heizen und auch damit es bei einem Grad weniger immer noch mollig warm ist, ist es sinnvoll, die Türen geschlossen zu halten. Frischluft darf indes schon sein: Zweimal am Tag für fünf bis zehn Minuten Stoßlüften ist hierbei die beste Variante.

Wer auf einem Gasherd kocht, kann mit einem Deckel auf dem Topf bares Geld sparen.

(3) Wer einen Gasherd in der Küche betreibt, sollte darauf achten, dass stets ein Deckel auf dem Kochtopf ist. So kann weniger Wärmeenergie in Form von Wasserdampf entweichen.

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