Unfall mit 2 Toten: Fahrerin wegen Mordes angeklagt

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Bildquelle: Polizei Presseportal

TRIER. Die Staatsanwaltschaft Trier hat die Fahrerin, die am 11. April 2016 zwischen Kinheim und Ürzig einen Unfall verursacht hatte, wegen Mordes angeklagt. Bei dem schweren Verkehrsunfall kamen 2 Menschen ums Leben.

Am 11. April 2016 war die Frau mit ihrem Auto auf der B 53 Richtung Ürzig unterwegs. In dem Pkw saßen auch der 34-jährige Lebensgefährte und eine 32-jährige Mitfahrerin. Der Wagen kam auf gerade Strecke von der Fahrbahn ab und stieß dann frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen.

Durch den heftigen Aufprall wurde der Wagen der Frau über die Leitplanke geschleudert und kam erst nach mehreren Metern in einer Böschung der Mosel zum Liegen.

Der 34-jährige Beifahrer und eine 32-jährige Insassin der beschuldigten Frau erlitten tödliche Verletzungen und verstarben noch am Unfallort. Der Fahrer des entgegenkommenden Autos überlebte den Unfall schwer verletzt. Die beklagte Fahrerin wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus Wittlich eingeliefert.

Als die Polizei nach dem Unfall ermittelte, bekam sie Hinweise, die zum Verdacht gegen die Frau führten. Eine Reihe von Indizien deute darauf hin, dass sie das Auto ganz bewusst in den Gegenverkehr gesteuert habe, so die Staatsanwaltschaft. Sie hat daher nach eigenen Angaben Anklage wegen Mordes, versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen die Unfallverursacherin erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Trier hält es nun für wahrscheinlich, dass die Angeklagte die tödlichen Verletzungen der Unfallbeteiligten zumindest billigend in Kauf nahm, als sie das Fahrzeug in den Gegenverkehr lenkte. Sie geht von einer heimtückischen Tat aus, da weder die Mitfahrer der Angeklagten noch der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges mit einem derartigen Fahrmanöver rechnen konnten.

Der Prozess gegen die 35-Jährige soll Anfang April vor dem Landgericht in Trier beginnen.

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