Gute Leistung wird nicht belohnt – Eintracht verliert in Stuttgart

Gute Leistung wird nicht belohnt – Eintracht verliert in Stuttgart

TRIER / STUTTGART. Die starke Leistung von Eintracht Trier wurde am Ende nicht belohnt: Im Stuttgarter Degerloch musste der SVE gegen die U23 des VfB Stuttgart eine bittere 2:3-Niederlage einstecken. Die Trierer scheiterten im Schwabenland auch an der eigenen Chancenverwertung, verpassten es früh in der Partie für die Entscheidung zu sorgen.

War das ein Fußballspiel. Das Auswärtsmatch gegen die U23 des VfB Stuttgart hatte es in sich: Flotte Kombinationen, zwei spielstarke Mannschaften und Spannung bis zum Ende. Nur das Endergebnis passte aus Trierer Sicht nicht ins Bild. Im Vergleich zum Sieg der Vorwoche gegen die Offenbacher Kickers nahm Trainer Oscar Corrochano zwei Änderungen in der Startaufstellung vor. Für den gesperrten Michael Blum begann Kapitän Michael Dingels in der Innenverteidigung. Patrick Lienhard, der gegen den OFC aufgrund einer Prellung passen musste, rückte für Danilo Dittrich wieder in die Startelf.

Im Schwabenland entwickelte sich zu Beginn eine muntere Partie. Der SVE präsentierte sich direkt hellwach, presste stark und war mit viel Ballbesitz präsent. Auch die ersten Torgelegenheiten gehörten den Gästen von der Mosel: Robin Garnier eroberte einen Ball im Mittelfeld und leitete zu Muhamed Alawie weiter, dessen Schuss VfB-Keeper Benjamin Uphoff nur mit Mühe zur Ecke klären konnte. In der 20. Minute prüfte Alawie erneut Uphoff, der das Leder mit beiden Fäusten entschärfen musste.

Sieben Minuten später belohnte sich der SVE schließlich für seine starke Anfangsphase. Muhamed Alawie schlüpfte dieses Mal in die Rolle des Vorbereiters und bediente mit einem Querpass den mitgelaufenen Christoph Anton. Kaltschnäuzig markierte „Toni“ das 1:0 (27.). Im Anschluss hätten die Trierer das Ergebnis sogar noch ausbauen können, aber sowohl der omnipräsente Muhamed Alawie (29.), Patrick Lienhard (35.) als auch Kevin Heinz (43.) hatten Pech im Abschluss. Dann, wie aus dem Nichts trafen die Hausherren zum Ausgleich. Eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit setzte Daniele Gabriele den Ball mit einem scharfen Schuss an den Innenpfosten. Den Abpraller sicherte sich Nicolas Sessa, der das Leder zum 1:1-Halbzeitstand über die Linie drückte. „Den verteidigen wir einfach nicht gut. Man kann natürlich nicht jede Chance verhindern, aber das war für den VfB die erste Gelegenheit. Wir hingegen haben vorher schon fünf 100%ige liegen lassen“, haderte SVE-Coach Corrochano nach Spielende.

Nach Wiederanpfiff ging es dann Schlag auf Schlag: Nicolas Sessa traf mit einem unhaltbaren direkten Freistoß zum zweiten Mal (49.) und brachte den VfB in Führung. Jedoch dauerte es nur eine Minute, ehe die Eintracht wieder rankam. Patrick Lienhard wurde im Strafraum gefoult. Den folgerichtigen Strafstoß verwandelte Muhamed Alawie souverän zum 2:2 (50.). Doch damit, zum Leidwesen der Trierer, war die torreichste Phase des Spiels noch nicht vorbei. Schiedsrichter Timo Wlodarczak pfiff erneut Elfmeter, diesmal allerdings für die Stuttgarter U23. Die Chance ließ sich Daniele Gabriele nicht nehmen und brachte die Hausherren erneut in Führung.

Aber die Eintracht stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Trainer Oscar Corrochano brachte mit Sebastian Szimayer einen zweiten Stürmer, ,um den Offensivdruck zu erhöhen. Christoph Anton (62. Schuss über das Tor) und Robin Garnier (69. Schuss an das Außennetz) hatten dazu das 3:3 auf dem Fuß. Das Glück war definitiv nicht auf Trierer Seite. Am Ende stand eine unverdiente 2:3-Niederlage als Endergebnis. „Wir haben viele Torchancen gehabt und hätten eigentlich zur Pause schon mit zwei, drei Toren führen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine große Moral bewiesen, uns aber in den entscheidenden Situationen zu ungeschickt verhalten. Das ist schon ein herber Rückschlag, auch in dieser Art und Weise: Wir haben gut gespielt und trotzdem verloren“, fasste Corrochano die Partie zusammen.

Lange werden sich die Schützlinge von Chefcoach Oscar Corrochano allerdings nicht den Kopf zerbrechen können. Bereits am Mittwoch steht gegen den FV Engers das Viertelfinale im Rheinlandpokal auf dem Programm. Anstoß auf dem Kunstrasenplatz in Oberbieber ist um 19 Uhr.

Statistik:

VfB Stuttgart U23: Uphoff –Walter, Onguene, Feisthammel, Hagn – Ristl, Rathgeb, Sessa – Elva (88. Radeljic), Gabriele (78. Ferdinand), Ramaj (62. Morina)

SV Eintracht Trier 05: Keilmann – Garnier, Dingels, Cinar, Heinz (87. Dittrich) – Telch – Zinram, Kaminiotis (60. Szimayer), Lienhard, Anton – Alawie

Tore: 0:1 (27.) Anton, 1:1 (44.) und 2:1 (49.) Sessa, 2:2 (50./FE) Alawie, 3:2 (57./FE) Gabriele

Schiedsrichter: Timo Wlodarczak

Zuschauer: 457

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