Experten: Anzeichen für Zunahme der Vulkanaktivität unter der Eifel

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MENDIG. Nicht viele Einwohner in bestimmten Gebieten in Rheinland-Pfalz wissen, dass quasi unter ihrem Haus aktiver Vulkanismus lauert. In der Eifel liegt rund um Mendig eines der Zentren der Vulkanaktivität. Experten weisen nun darauf hin, dass es in diesem Gebiet wieder eine Zunahme der Vulkanaktivität gibt.

Am Laacher See werten Wissenschaftler des Geologischen Landesamtes ständig ganz genau die seismographischen Messdaten aus. Hier konnten die Wissenschaftler in letzter Zeit eine Veränderung feststellen: „Wir haben im Untergrund eine Veränderung, die aus dem Mantel kommt und die zu einer Magma-Bildung führen kann“, sagt der Essener Geologieprofessor Ulrich Schreiber.

Es sei eine „Frage der Zeit, wann hier genug Magma angereichert ist, die dann den Vulkan speist und einen neuen Ausbruch auslöst“.

Vor 11000 Jahren kam es im Gebiet des heutigen Laacher Sees zu einem gewaltigen Vulkanausbruch – der Laacher See ist selber ein Überbleibsel dieses Vulkanausbruchs.

Übrig geblieben von diesen Aktivitäten sind aber auch die Magma-Kammern tief in der Erde.

Im Allgemeinen sprechen die Wissenschaftler in diesem Gebiet von einer „Phase der Ruhe“ – allerdings stellt das Land Rheinland-Pfalz jetzt fest, dass das Terrain weiterhin als „unruhig“ einzustufen ist. Ein kleiner Widerspruch in sich!

Droht etwa eine Vulkanausbruch? Knallt es dort bald, ähnlich wie beim Katastrophenszenario im RTL-Schocker „Vulkan“? Das Gebiet um Mendig, aber auch die Städte Koblenz, Andernach oder Bad Neuenahr-Ahrweiler stünden dann im Zentrum einer Eruption.

Doch die Wissenschaftler raten weder zur Panik, noch können sie so recht beruhigen: „Das kann noch Hunderte von Jahren dauern – oder auch unvorhersehbar schnell gehen. Wir sollten gewappnet sein“, schätzt Geologe Schreiber. Unvorhersehbar schnell – das klingt alles andere als beruhigend.

Prinzipiell sind Anzeichen für Vulkanaktivitäten deutlich messbar und erkennbar. Experten beobachten „seismische Ereignisse, Gasaktivitäten oder Bodenbewegungen“, wie beispielsweise CO₂-Austritte im Laacher See. Auf „hohe Ausgasungen und hohe Radonwerte“ nahe am Rhein weist der Essener Wissenschaftler Schreiber hin. In Bad Ems komme „CO2 aus der Tiefe und durch das Wasser der Lahn sieht man das aufsteigen“. Auch leichte Erdbeben, kaum spürbar für Mensch und Tier, treten nicht selten auf. „Im Jahr 2016 wurden im Bereich der Osteifel 42 natürliche Erdbeben dokumentiert“, so Wieber. Zuletzt ruckelte der Boden bei St. Goarshausen zwei Tage vor Weihnachten 2016.

Allzu große Sorgen sollte man sich jetzt aber in der Eifel trotz aller Anzeichen nicht machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) schätzt das Risiko für einen Vulkanausbruch in der Eifel sehr gering ein.

Der Mainzer Leiter des Landesamtes für Geologie, Prof. Georg Wieber, warnt vor einer Überinterpretation der Vulkanaktivität in der Eifel. Er sagt, es bestehe zwar „grundsätzlich ein Gefährdungspotenzial hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Vulkaneruption in der Eifel“, allerdings gebe es keine Hinweise auf einen „aktuell bevorstehenden Ausbruch“.

Na dann, sind wir doch alle wieder beruhigt! Oder?

2 KOMMENTARE

  1. Schon wieder so eine Meldung. 6 jährigen vergewaltigt. Wieso fackelt man da so lange und steckt den Kerl noch hinter Gittern, wo er nichts zu tun braucht ausser sich drei Mahlzeiten am Tag unter die Nase rein zu schieben? Ab zum Flughafen und Richtung Heimat zurück schicken- Feierabend!

  2. Von mir aus kann die ganze Eifel in Lava versinken. Schön wäre auch, wenn die Mosel hinter Ehrang in den Atlanik münden würde, sodass anstelle der Eifel dort das Meer glitzert.

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