Bibliothek zeigt Trierer Straßenszenen um 1900

Bibliothek zeigt Trierer Straßenszenen um 1900

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In der Ausstellung ab 15. Februar ist unter anderem eine Aufnahme des Kornmarkts mit Georgsbrunnen, dem Gebäude der Oberpostdirektion und einem Kaufhaus (rechts) aus dem Jahr 1897 zu sehen. Foto: Stadtarchiv Trier/Sammlung Laven

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr veranstaltet das Stadtarchiv 2017 erneut eine Ausstellung historischer Fotos. 85 Bilder aus der Zeit um 1900 der Sammlung der Familie Laven sind vom 15. Februar bis 29. März in der Stadtbibliothek an der Weberbach zu sehen. Der Eröffnungstermin ist bewusst gewählt, denn Sammler Ferdinand Laven (1879-1947) starb an diesem Tag vor 70 Jahren. Er war der letzte in Trier lebende Vertreter einer bekannten Trierer Familie, zu der unter anderem der frühere Stadtbibliothekar Philipp Laven (1805- 1859) gehörte.

Bei der Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 15. Februar, 18 Uhr, stellt Tobias Teyke vom Stadtarchiv den Lebensweg des spätromantischen Komponisten und Schriftstellers Ferdinand Laven vor. Von ihm hat das Archiv auch einen schriftlichen Nachlass übernommen und kürzlich erschlossen. Nach Jahren im europäischen und amerikanischen Ausland kehrte der Künstler 1922 in seine Heimatstadt zurück, wo er bis zu seinem Tod unermüdlich als Kulturjournalist und Mundartdichter wirkte. Im zweiten Teil der Eröffnung erläutert Anita Schömer (Stadtbibliothek) Fotos der Sammlung Laven zur Einführung in die von ihr gestaltete Ausstellung.

Die meisten Aufnahmen stammen von Ferdinands Vater, dem Weinhändler Ferdinand Emmerich Laven (1849-1922), der mit liebevollem Blick Motive aus Trier und der näheren Umgebung festhielt. Die Bilder bieten vielfältige Einblicke in das Stadtbild der Jahrhundertwende und zeigen typische alltägliche Straßenszenen. Anders als die vor einem Jahr vom Archiv gezeigten dokumentarischen Bilder der Sammlung Wilhelm Deuser entstanden diese Aufnahmen in einem privaten Rahmen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Archivs und der Bibliothek (montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags bis 13 Uhr) besucht werden.

LESERMEINUNGEN

  1. Es ist traurig zu sehen was Krieg und moderne Stadtplaner mit Unterstützung des Stadtrats , der Dezernenten und der Oberbürgermeister der letzten Jahrzehnte aus Trier gemacht haben.

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