Gelder für Exhaus-Sanierung gesichert

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OB Wolfram Leibe, ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann, Exhaus-Leiter Hilger Hoffmann, Landtagsabgeordneter Sven Teuber und Bürgermeisterin Angelika Birk (von links) nehmen den aktuellen Fluchtweg des Balkensaals, eine schmale Wendeltreppe, in Augenschein.

Bildquelle: Lorig // trier.de

TRIER. Gut 3,9 Millionen Euro Fördermittel hat das Land für den Stadtteil Trier-Nord und die Sanierung des Exhauses bewilligt. Die Vizepräsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Begoña Hermann übergab OB Wolfram Leibe im Balkensaal des Exhauses zwei entsprechende Förderbescheide.

Die Summe entspricht einer Förderquote von 90 Prozent. „3,908 Millionen Euro für eine Einzelmaßnahme ist wirklich sehr viel Geld“, verdeutlichte Begoña Hermann die Dimension der Förderung, als sie in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Bescheide überbrachte.

Dem Land sei die Bedeutung des Jugend- und Kulturzentrums Exhaus für die ganze Stadt deutlich gewesen. 3,4 Millionen Euro fließen allein in die Sanierung des Gebäudes, vor allem in den Brandschutz und die Barrierefreiheit. 500.000 Euro sind für das unmittelbare Umfeld und den Ausbau der Benediktinerstraße vorgesehen.

Baubeginn Ende 2017

2015 waren erhebliche Brandschutzmängel am Exhaus festgestellt worden. Experten beanstandeten unter anderem zu schmale Fluchttreppen und Notausgänge sowie Mängel bei Notbeleuchtung und Alarmsystemen. Die Bauaufsicht verhängte daraufhin starke Nutzungsbeschränkungen, darunter eine Begrenzung auf hundert Besucher für die einzelnen Veranstaltungsräume. Da diese Auflagen das Exhaus in seiner Existenz bedrohten, beschloss der Stadtrat eine Sanierung. „Der Stadtvorstand war sich einig: ‚Wir müssen alles tun, um das Haus zu retten‘“, erinnerte sich OB Leibe. Er erklärte, das Haus stehe mit seiner historischen Bausubstanz und seiner Arbeit für „Tradition im besten Sinne“. Leibe dankte der Landesregierung für die gute Zusammenarbeit und allen, die tatkräftig an einer Lösung mitgearbeitet hatten, unter anderem Exhaus-Leiter Hilger Hoffmann.

Der Baubeginn ist für Ende 2017 vorgesehen, da die Arbeiten erst ausgeschrieben werden müssen. Als erstes wird der Balkensaal saniert, damit so schnell wie möglich wieder größere Veranstaltungen stattfinden können. Im Anschluss wird das Exil umgebaut. Anfang 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Hoffmann äußerte die Hoffnung, wenn er 2020 in Rente gehe „ein Top-Haus für soziale und inklusive Arbeit übergeben zu können, das im Glanze erscheint“.

Die nun zugesagten Fördergelder stammen aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt. Ursprünglich hatte die Stadt Mittel beim Investitionsstock des Landes beantragt, der für solche Fälle die erste Anlaufstelle ist, doch der Topf war bereits leer. Ein Glücksfall, wie sich im Nachhinein herausstellte, denn damit wäre nur eine Förderquote von 60 Prozent möglich gewesen. In Absprache mit dem Land weitete die Stadt daraufhin das Fördergebiet der „Sozialen Stadt“ auf das Gelände des Exhauses aus.

3 KOMMENTARE

  1. Na wenn das nicht eine gerechte Aufteilung ist: 3,4 Mio. für ein einziges Gebäude und 500.000 Euro für den ganzen restlichen Stadtteil. Daumen hoch!

    • Das sind nur 2 Bewilligungen für diese 2 Maßnahmen. Der Stadtteil bekommt natürlich viel mehr an Landeszuweisungen. Z.b. für die Loebstr. oder die Uferpromenade um nur 2 Beispiele zu nennen.

  2. da habe ich ja früher Leib und Leben riskiert…… war schon ab 1976 jeden Samstag bei Konzerten ,bzw Sonntagsmorgen beim Jazz und Mittags bei der Anti-Disco- Mafia im Balkensaal….. das einzigste was früher gebrannt hat war meine Kehle , sonntagsmorgen…..

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