Gastgewerbe bewertet vergangenen Sommer überwiegend positiv

Gastgewerbe bewertet vergangenen Sommer überwiegend positiv

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Bildquelle: pixabay

REGION. Obwohl der Sommer in diesem Jahr erst spät begonnen hatte, sind die heimischen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe mit der abgelaufenen Saison zufrieden. 52 Prozent aller Betriebe stufen die Geschäftslage als gut ein. Das geht aus der aktuellen Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hervor. Dabei sprachen 67 Prozent der Beherbergungsbetriebe von einer guten Geschäftslage. Das sind zehn Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.

Die Aussichten auf die aktuelle Wintersaison sind jedoch verhalten. Insgesamt gehen 63,5 Prozent der Befragten von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. Bei den Gastronomiebetrieben gehen die Erwartungen deutlich auseinander. Während 22,6 Prozent der Betriebe einen positiveren Verlauf erwarten, was einer fast neun prozentigen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspricht, blickt ein gleich großer Teil pessimistisch auf die nächste Saison. 20,8 Prozent der Betriebe gehen von einem ungünstigeren Verlauf aus. Das sind etwa sieben Prozent mehr als im rheinland-pfälzischen Schnitt.

Die Umsätze im Gastgewerbe sind in der Region Trier 2016 überdurchschnittlich gut gestiegen. 44 Prozent der Beherbergungsbetriebe und 45 Prozent der Gastronomiebetriebe meldeten höhere Umsätze als noch ein Jahr zuvor. In dieser Kategorie liegt die Region Trier fünf Prozent über dem landesweiten Schnitt. Ebenfalls positiv ist die durchschnittliche Zimmerauslastung in der Region Trier. Diese liegt bei 58,6 Prozent, das entspricht einer Steigerung von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Klimaindex, der sich aus der Einschätzung der Geschäftslage des Vorjahres und den Erwartungen an die kommende Saison zusammensetzt, ist im gesamten Gastgewerbe minimal um 0,9 Prozent auf 120,5 Punkte gesunken. Das konjunkturelle Klima in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft sei als neutral, sagt Anne Kathrin Morbach, Tourismusreferentin der IHK Trier.

Mit Blick auf die Zukunft sagt sie: „Der Fachkräftemangel gehört wie bereits im vergangenen Jahr neben den Arbeitskosten zu den größten Risikofaktoren in der Branche.“ Das Problem ließe sich auch in Zahlen ausdrücken: „Knapp die Hälfte der Betriebe können derzeit offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden.“ Die Attraktivität der Branche habe insbesondere aufgrund der ungünstigen Arbeitszeiten und der schlechten Bezahlung in den letzten Jahren sehr stark abgenommen, sagt Morbach.

Weniger ist mehr: Während kein Betrieb angegeben hat, Personal mit einem Fachhochschulabschluss zu suchen, haben 66,7 Prozent der Beherbergungsunternehmen einen akuten Bedarf an Kräften ohne abgeschlossene Berufsausbildung und sogar 76,5 Prozent der Gastronomiebetriebe sind auf der Suche nach Personen mit einer dualen Berufsausbildung. Vor allem Berufe wie Köche oder Küchenhelfer werden im gastronomischen Bereich von 84,4 Prozent der Betriebe gesucht.

Jeder zweite betrieb plant inzwischen, Fachkräfte aus dem Ausland und/oder mehr ältere Mitarbeiter einzustellen. Auch können sich mit inzwischen 35 Prozent immer mehr Unternehmen vorstellen Flüchtlinge zu beschäftigen. „Diesen Schritt sind allerdings erst wenige Betriebe gegangen“, sagt Morbach: „Bei nur 7,5 Prozent der Unternehmen zählt ein Flüchtling bereits zu den Arbeitskräften.“ Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant die Einstellung eines Flüchtlings als Helfer. Aber auch dem Bereich Ausbildung wird eine hohe Bedeutung zugesprochen. 43,5 Prozent der Betriebe können sich vorstellen einen Flüchtling in ihrem Betrieb auszubilden. „Die Beschäftigung bietet sowohl die Chance einen Teil zur erfolgreichen Integrationsarbeit der geflüchteten Menschen beizutragen als auch dem Fachkräfte- und Nachwuchsmangel in der Hotellerie und Gastronomie entgegenzuwirken“, sagt Morbach.

7 LESERMEINUNGEN

  1. alle sind zufrieden ….wie schön….
    leider herrscht hier restaurantseitig gähnende Langeweile – die Auswahl an innovativen Gastrokonzepten geht gegen Null …Pizza ,Pasta , Burger, Schnitzel und asiatisch….immer und immer wieder …..gähn ! wo sind die Spanier ,Portugiesen ,Kreolen , Afrikaner , Araber usw usw ? Einheitsbrei und Ketteneinerlei …. schönes , cooles Ambiente ? Kreativität ? eine Markthalle , ein Citybeach , Skylounge ( leider alles gescheitert ) ? frische gepresste Säfte und schöne Cocktails ? Szenebars und hippe Läden für die Studies ( kein Wunder , daß alle übers Wochenende heimfahren) Es fehlen neue Hotels am Bahnhof, in der City und endlich mal etwas , was auch jüngeres Publikum anspricht .
    Es gibt hier Beherbergungsbetriebe , da rieselt der Staub der 80ger…Eiche und Buchenbarock…welcome to the Tal der Antike.

    • ….und warum eröffnen Sie keinen der so „tollen Läden“? Aber denken Sie immer an die deutschen baurechlichen und lebensmittelrechtlichen Vorgaben!!! Na,wann können wir die gastronomische Revolution von Ihnen erwarten?

  2. Stimmt allerdings, das afrikanische Essen schmeckt toll und ist idr auch sehr gesund, da viele Gewürze, Gemüse usw. Leider kommt keiner auf die Idee mal einen entsprechenden Laden in Trier zu eröffnen, Döner gibts mehr als genug.

  3. und die Fachkräfte der IHK reden alles schön, haben ja sonst nichts zu tun….
    Kammerumfragen = Daseinsberechtigungsnachweis, gehste in die Kneipe zahlst auch du den Zwang: indirekt
    Was der Wirt an jährlichen Zwangsbeiträgen an die Kammern abdrücken muß, kalkuliert er gezwungenermaßen in seine Preise….

    • @lamberti: wenn Sie mit Ihrer Partei dafür sorgen werden,dass diese ganzen zwangsmitgliedschaften,auch Selbstbedienungsläden genannt, abgeschafft oder verändert werden, werden Sie viele Stimmen bekommen!

  4. Wir arbeiten dran. deshalb bin ich in die Partei eingetreten. Alle anderen Parteien sind für den Erhalt der Fürstentümer. Man sollte auch wissen, das die NSDAP den Kammerzwang eingeführt hat. Man wollte
    schnell an das Geld der jüdischen Unternehmer und der Industrie kommen. Nach dem 2. WK haben die Amerikaner den Kammerzwang verboten. Viele ehemalige NSDAP Mitglieder waren allerdings für die Parteien
    CDU,SPD, FDP als Abgeordnete bis Ende der 80iger Jahre im Bundestag und haben den Zwang wieder eingeführt. 88% der hiesigen Unternehmer haben aus Frust über den Kammerzwang die Teilnahme an der
    letzten Kammerwahl boykottiert. Das sollte den Verantwortlichen doch mal zu denken geben. In Luxemburg gilt auch der Kammerzwang, aber ohne Zwangsgelder, niemand muss zahlen.
    Wir wollen nicht die Kammern abschaffen sondern nur die Zwangsmitgliedschaften. Die Kammern verschlingen Unsummen an Subventionen. Es gibt in Deutschland 1600 Berufs-u. Fachverbände, sie alle funktionieren ohne
    Zwangsgelder. Frau Dreyer ist eine große Freundin des Kammerzwangs, gerade hat sie für 42.000 Pflegekräfte in Rheinland Pfalz eine Zwangs Pflegekammer installieren lassen. Jede Pflegekraft, egal ob Pfleger oder Krankenschwester sind jetzt Zwangsmitglied und müssen zahlen. Was ein Unsinn: Begründung um bessere Pflegeleistungen zu erzielen. Schauen wir nach Luxemburg, dort ist die Pflege besser, es werden aber auch wesentlich bessere Löhne und Renten für Pflegeberufe gezahlt. Also keine Kammer einführen sondern für besser Löhne sorgen. Hier haben die Gewerkschaften versagt.
    Frau Dreyers Wunsch ist es die Zwangskammern deutschlandweit zu installieren. Hier gibt jede Menge tolle und gut bezahlte Pöstchen. Deshalb:
    Demokratie braucht keinen Zwang, Kammern ja, aber auf freiwilliger Mitgliedschaft.
    Man kann inzwischen gegen den IHK und HWK Zwang klagen. Begründung, die Kammern haben bis zu 2 Milliarden Rücklagen gebildet.
    Informationen gibt es beim BffK.
    Ich wünsche ein gutes und sicheres neues Jahr.

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