Unerwünschte Geschenke – Umtauschen, verkaufen, behalten?

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Bildquelle: lokalo.de

TRIER. Auch dem Christkind unterlaufen Fehler. Und so liegen alle Jahre wieder Geschenke unter dem Tannenbaum, bei denen ein „Oh, wie schön“ echte Überwindung kostet. Doch was tun nach den Feiertagen? Die unpassenden Geschenke umtauschen, weiter verschenken oder gar verkaufen? Und auch der beliebte Gutschein hat seine Tücken.

Was tun mit den ungeliebten Weihnachtsgeschenken? Wer es nicht behalten will, hat einige Optionen:

Umtausch
Wer sich traut, um den Kassenbon zu bitten, kann das unerwünschte Präsent in den Laden zurückbringen. Ein gesetzliches Umtauschrecht gibt es aber nicht: Der Umtausch von fehlerfreier Ware ist abhängig von der Kulanz des Händlers. Deshalb sollten schon die Käufer darauf achten, sich nach den Umtausch-Möglichkeiten zu erkundigen und sich die entsprechende Vereinbarung am besten gleich vom Händler auf den Kassenbon schreiben lassen.

CDs, DVDs und Software müssen in der Regel beim Umtausch noch versiegelt sein. Bei online bestellten Produkten gilt das Widerrufsrecht. Innerhalb von zwei Wochen kann die Ware zurückgeschickt werden.

Verkaufen
Am leichtesten ist es, unliebsame Geschenke im Internet wieder loszuwerden. Eine Möglichkeit sind Auktionen im Netz. Aber auch auf Marktplätzen für Kleinanzeigen lässt sich das Präsent weitergeben.

Wer im Internet verkauft, sollte sich unbedingt als privater Verkäufer anmelden. Dann muss nämlich kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden. Mit einem Hinweis kann auch die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen werden. Der Satz: „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft“ schafft Klarheit.

Die Angaben über die im Internet angebotenen Artikel müssen korrekt sein. Zudem dürfen Fotos und Produktbeschreibungen aus Urheberrechtsgründen nicht einfach von Hersteller-Seiten kopiert werden. Deshalb besser eigene Fotos schießen und eigene Texte schreiben.

Tauschen
Im Internet gibt es auch Tauschplattformen – dort funktioniert das Tauschen wie im richtigen Leben: Ware gegen Ware. In vielen Städten gibt es auch Tauschveranstaltungen.

Verschenken
Wer sein Geschenk nicht mag, kann es einfach bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Vielleicht löst das Präsent dann ja echte Freude aus.

Fehlerhafte Geschenke
Mangelhafte oder beschädigte Geschenke können innerhalb von zwei Jahren ab Kauf mit Vorlage des Kassenbons reklamiert werden. Bei gebrauchten Waren kann die gesetzliche Gewährleistungspflicht kürzer sein.

Warengutscheine haben ein Ablaufdatum
Gutscheine sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Ein Vorteil: Beschenkte können meistens selbst entscheiden, wann sie die Gutscheine einlösen wollen. Allerdings dürfen sie sich nicht ewig Zeit lassen: Ein unbefristeter Warengutschein muss innerhalb von drei Jahren eingelöst werden, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Andernfalls verfällt der Anspruch. Wer also in diesem Jahr mit einem Gutschein beschenkt wird, der im November gekauft wurde, muss ihn spätestens zum 31. Dezember 2019 einlösen. Ist die Frist verstrichen, muss der Händler den Gutschein nicht mehr annehmen.

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