Peinliche Panne bei SEK-Einsatz: Polizisten stürmen falsche Wohnung

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Symbolbild für den Amok-Alarm. Fünf schwer bewaffnete SEK-Männer.
Michael Schilling - wikipedia

BOPPARD. Am Sonntag, 11.12., haben bei einer Razzia Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) zunächst die falsche Wohnung in Boppard gestürmt. Statt in die Privaträume eines Mitglieds des Motorradclubs „Hells Angels Boppard“ brachen die Polizisten um 6 Uhr morgens in eine andere Wohnung in einem Mehrfamilienhaus der Kleinstadt am Rhein ein, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag erklärte.

Im Schlafzimmer rissen sie nach Angaben der „Rhein-Zeitung“ eine Großmutter und deren Enkelkinder aus dem Bett.

„Es war wie im Krieg!“, sagte die Großmutter der Zeitung. Die Männer gelangten demnach maskiert über die Terrassentür in die Wohnung der ahnungslosen Frau. Die Enkel hätten von Samstag auf Sonntag bei der Oma übernachtet. Die Frau zeigte laut „Rhein-Zeitung“ auch Verständnis für den Irrtum der SEK-Spezialisten. „Irrtümer kommen nun einmal vor“, wird sie zitiert.

Oberstaatsanwalt Rolf Wissen sagte, die Einsatzkräfte hätten sich sofort bei der Frau entschuldigt. „Die Schäden werden selbstverständlich ersetzt“, versicherte er. Die Großrazzia erstreckte sich am Sonntag auf 26 Objekte des Motorradclubs „Hells Angels Boppard“ im Raum Neuwied, Rhein-Hunsrück-Kreis und Kreis Mayen-Koblenz. Dabei stellten die Beamten Schuss-, Hieb- und Stichwaffen sowie geringe Mengen Drogen sicher.

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