Folgenreicher Wildunfall mit Schwerverletzten

1

STADTKYLL. Am Samstag, den 10.12.2016, gegen 13.25 Uhr, wurde die Rettungsleitstelle über einen schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der B51 zwischen den Anschlussstellen Stadtkyll und Schönfeld in Fahrtrichtung Olzheim informiert.

Vor Ort wurde durch Polizeibeamte der Polizeiinspektion Prüm ermittelt, dass es sich um einen “Wildunfall“ handelte, an dem 1 PKW beteiligt war. Die beiden Insassen des verunfallten Pkw aus dem Raum Stadtkyll befuhren die B51 hinter einem Rettungswagen her, wobei man einen Familienangehörigen beim Transport in ein naheliegendes Krankenhaus begleitete.

Kurz vor der Baustelle der im Bau befindlichen Wildbrücke kam es dann zu dem nicht alltäglichen und tragischen Wildunfall. Mehrere Hirschkühe (Rotwild) querten plötzlich die Fahrbahn der Fahrzeuge, wobei eine Hirschkuh vom PKW der Verunfallten erfasst und in die Windschutzscheibe geschleudert wurde.

Der Aufprall war so heftig, dass der Wildkörper ins Fahrzeuginnere eindrang. Der 41-jährige Fahrzeugführer kam mit leichteren Verletzungen davon, seine 40-jährige Beifahrerin hingegen erlitt nach ersten Feststellungen lebensgefährliche Verletzungen.

Der Fahrer wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen und die schwer verletzte Beifahrerin mittels Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht. Am PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Wie weitere Ermittlungen der Polizei ergaben, fand zum Unfallzeitpunkt im Umfeld der Unfallstelle eine Treibjagd statt. Ob die Wildtiere durch die Treibjagd aufgeschreckt wurden, bleibt noch zu klären.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen mit dem Einsatz des Rettungshubschraubers musste die B51 für ca. 1 Stunde voll gesperrt werden.
Im Einsatz befanden sich neben den Feuerwehren der VGV Obere Kyll das DRK und ein Rettungshubschrauber, sowie die Polizei Prüm.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo,
    so manches Mal werden Treibjagden ohne korrekte Schutzmaßnahmen sowie Warnungen an die Mitbürger und Passanten durchgeführt. Wie ist es sich zu erklären, das letzte Woche um 16.45 Uhr eine Treibjagd im Königswäldchen in Bitburg stattfand, die weder abgesichert durch Schilder, Warnhinweise etc. war? Es befanden sich noch Jogger im Wald und jede Menge Leute um das Wäldchen herum. Die Dämmerung trat gerade ein und Schüsse fielen!!! Die Leute auf den Wegen sind umgekehrt und waren empört. Anscheinend können sich manche Jäger alles erlauben, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.