Arbeitsmarkt in der Region – Der Winter lässt die Arbeitslosenzahlen steigen

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Bildquelle: pixabay

REGION. Langsam kommt der Winter in die Region. Die Temperaturen sinken, die Arbeitslosigkeit steigt. In der Stadt Trier und den vier umliegenden Landkreisen sind Ende November 10.704 Menschen auf Jobsuche, 222 mehr als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote klettert von 3,7 auf 3,8 Prozent.

Die Verbindung zwischen Witterung und Arbeitslosenzahlen ist kein Zufall, erklärt der vorsitzende Geschäftsführer der Arbeitsagentur, Heribert Wilhelmi: „In der kalten Jahreszeit können viele Berufe im Freien nicht ausgeübt werden. Die Folge ist, dass Mitarbeiter auf dem Bau oder in der Gastronomie entlassen werden.“ Anders als konjunkturelle Schwankungen sind diese saisonalen jedoch vorhersehbar und geben den Experten keinen Grund zur Sorge. Wie stark die Arbeitslosigkeit zulegt, ist jedoch von der Strenge des Winters abhängig und bleibt abzuwarten. „Zurzeit fällt der Anstieg – bei einer insgesamt niedrigen Arbeitslosenquote – moderat aus. Das ist erfreulich und weist auf einen robusten Arbeitsmarkt hin“, so Wilhelmi.

Viele Menschen, die jetzt ihren Job verlieren, wüssten bereits, dass sie im Frühjahr bei ihrem bisherigen Arbeitgeber wieder eine Anstellung finden. Dennoch empfiehlt der Chef der Arbeitsagentur die kommenden Monate nicht einfach nur verstreichen zu lassen. „Bürger sollten Phasen von Arbeitslosigkeit nutzen, um sich weiterzubilden. Eine gute Qualifikation und die Bereitschaft, sich zu entwickeln, erhöhen die Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung nach den eigenen Vorstellungen“. Sein Tipp: Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, sollten sich gezielt bei ihrem Berater nach Weiterbildungsmöglichkeiten erkundigen. Denn in vielen Fällen unterstützten Arbeitsagentur und Jobcenter diese finanziell.

Auf dem Stellenmarkt geht es derzeit etwas verhaltener zu als in den vergangenen Monaten, was der Agenturchef ebenfalls als Zeichen des nahenden Winters wertet. Im November meldeten die Unternehmen der Region 1.113 freie Stellenangebote – 226 weniger als im Oktober. Dennoch befindet sich das Arbeitsplatzangebot weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Jobsuchende können in der Region Trier aus einem Pool von 4.452 Ausschreibungen wählen. Zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr gab es lediglich 3.600 freie Jobs.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

In der Region Trier waren im November 10.704 Menschen arbeitslos gemeldet, 222 mehr als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr sind 280 Menschen mehr ohne Job. Die Arbeitslosenquote steigt im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.

Der Arbeitsmarkt ist immer von hoher Fluktuation geprägt. In den vergangenen vier Wochen mussten sich 3.183 Frauen und Männer neu oder erneut arbeitslos melden. Etwas weniger – 2.977 Menschen – konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Aktuell sind 5.967 Männer und 4.737 Frauen in der Region arbeitslos, darunter 1.273 Jüngere bis 24 Jahre, 3.652 Ältere der Generation 50plus und 2.301 Ausländer.

Den Arbeitsuchenden der Region stehen aktuell 4.452 Jobs zur Verfügung – 852 mehr als vor einem Jahr. Besonders gut sind die Aussichten auf eine neue Stelle in der Zeitarbeit, wo generell viel Fluktuation herrscht, mit 1.308 offenen Stellen, im verarbeitenden Gewerbe mit 496 Jobofferten und im Handel mit 417 Stellenausschreibungen.

Blick in die einzelnen Regionen

Stadt Trier
Die Stadt Trier trotzt derzeit noch den sinkenden Temperaturen. Die Arbeitsmarktsituation hat sich nochmals leicht verbessert. 31 Personen weniger als im Oktober sind Ende November arbeitslos. Die Arbeitslosenquote hält sich damit stabil bei 5,4 Prozent.
Aktuell sind 1.764 Trierer und 1.325 Triererinnen auf Jobsuche, darunter 369 Jüngere bis 24 Jahren, 947 Ältere über 50 Jahren und 680 Ausländer.

Landkreis Bernkastel-Wittlich
Im Landkreis Bernkastel-Wittlich steigt die Winterarbeitslosigkeit an. Mit 2.220 Arbeitslosen sind 222 Menschen mehr als Jobsuche gemeldet als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote steigt von 3,2 auf 3,6 Prozent. Besonders betroffen von der wachsenden Arbeitslosigkeit sind Beschäftigte der Saisonbetriebe in der Gastronomie. Sie verlieren über die Wintermonate ihren Job.
Unter den insgesamt 1.252 arbeitslosen Männern und 968 arbeitslosen Frauen befinden sich 275 unter 25-Jährige, 807 über 50-Jährige und 539 Ausländer.

Eifelkreis Bitburg-Prüm
Auch die Arbeitslosigkeit im Eifelkreis steigt saisonbedingt leicht an. 1.547 Bürger in der Region Bitburg-Prüm sind aktuell auf Jobsuche – das sind 40 mehr als im Vormonat und 30 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote klettert damit nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf glatte 3 Prozent. Sie bleibt dementsprechend auf einem stabil niedrigen Niveau.
Unter den 845 arbeitslosen Männern und 702 arbeitslosen Frauen befinden sich 204 Jüngere unter 25 Jahren, 519 Ältere der Generation 50plus und 290 Ausländer.

Kreis Vulkaneifel
Der Arbeitsmarkt in der Vulkaneifel zeigt sich auch im November robust. Die Arbeitslosenquote bleibt stabil bei 4,3 Prozent. 1.410 Menschen sind Ende November auf Jobsuche, 26 weniger als im Oktober, jedoch 100 mehr als vor einem Jahr. 282 Bürger der Vulkaneifel mussten sich in den vergangenen vier Wochen arbeitslos melden, 310 haben im gleichen Zeitraum einen Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden.
Unter den 726 arbeitslosen Männern und 684 arbeitslosen Frauen befinden sich 153 Jüngere unter 25 Jahren, 526 Ältere über 50 Jahren und 258 Ausländer.

Landkreis Trier-Saarburg

Die ersten Vorboten des Winters sind im Landkreis Trier-Saarburg angekommen. Die Zahl der arbeitslosen Menschen steigt im November leicht von 2.421 auf 2.438 Personen. Dementsprechend klettert die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Erfreulich: Damit hält sie sich auf dem Niveau des Vorjahres. Der lokale Arbeitsmarkt steuert gut gewappnet auf die kalte Jahreszeit zu.
Unter den 1.380 arbeitslosen Männern und 1.058 arbeitslosen Frauen befinden sich 272 unter 25-Jährige, 853 über 50-Jährige und 534 Ausländer.

2 KOMMENTARE

  1. Leider wird hier – wie so oft – nicht vollständig informiert. Eine halbe Wahrheit ist aber auch eine halbe Lüge. Die volle Wahrheit ist: Während die Arbeitslosigkeit deutscher Arbeitnehmer bei der Arbeitsagentur Trier im Vergleich zum November 2015 um 5,8 Prozent gefallen ist, betrug der Anstieg bei den ausländischen Arbeitslosen satte 50%. Die Folgen der Masseneinwanderung größtenteils unqualifizierter Menschen schlagen sich also schon jetzt deutlich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Und das wird in den nächsten Jahren so weiter gehen, denn viele Migranten sind wegen laufender Asylverfahren noch gar nicht arbeitslos gemeldet. Es dürfte für den deutschen Michel also noch um einiges teurer werden als bisher. Gleiches gilt für den Gesundheitsbereich, für den die Zahlen wegen der komplexen Abrechnungssysteme immer erst mit einiger Verspätung vorgelegt werden. Aber was soll´s: Wir schaffen das!

  2. @Herr Frisch

    es ist nur noch ein Frage der Zeit, bis die Umlage dieser Kosten durch grösstenteils illegale Einwanderung bei der ARBEITENDEN Bevölkerung ankommt, bzw. auf diese abgewälzt wird. Ich tippe darauf, dass unmittelbar nach der kommenden Bundestagswahl die erste Liste an Grausamkeiten kommt.

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