Studie: Im Schnitt stehen etwas mehr als 10% der Geschäfte in Innenstädten der Region leer

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TRIER. Im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hat die studentische Unternehmensberatung „Contact & Cooperation“ an der Universität Trier die Ladenleerstände in den Innenstädten der regionalen Mittelzentren und größerer Grundzentren erhoben.

Die Ermittlung der Leerstände erfolgte durch Vor-Ort-Begehungen im Laufe des Sommers. Untersucht wurden Konz, Morbach, Saarburg, Traben-Trarbach, Trierweiler, Wittlich, Gerolstein, Hillesheim, Prüm, Bitburg, Daun, Speicher, Bernkastel-Kues, Hermeskeil und Schweich. Jetzt liegen die Auswertungsergebnisse vor.

Die Auswertung durch „Contact & Cooperation“ ergab eine durchschnittliche Ladenleerstandsquote in den untersuchten Innenstädten von 11,5 Prozent. In 13 Prozent der untersuchten Kommunen lag die Quote bei unter fünf Prozent und kann damit laut IHK als unbedenklich charakterisiert werden. Ein solcher Wert entspreche der natürlichen Fluktuation. Ein Drittel der Gemeinden wies Leerstandsquoten von fünf bis zehn Prozent auf. In 40 Prozent der Innenstädte lag die Quote bei zehn bis 15 Prozent. Hier ist laut IHK Handlungsbedarf gegeben. In der Regel sei die Lage als kritisch zu bewerten, wenn mehr als 15 Prozent der Geschäfte in der Innenstadt leer stehen. Dies war bei 13 Prozent der untersuchten Kommunen der Fall. Die Leerstandsquoten bewegen sich nach Berechnung von „Contact & Cooperation“ in einer recht großen Spannbreite von knapp vier Prozent bis zu mehr als 20 Prozent.

Ergänzend zu der Begehung führten die studentische Gruppe Interviews vor Ort durch. Diese bestätigten einen Trend, dass die Leerstände in den vergangenen zehn Jahren zugenommen haben. Begründet wird dies vor allem mit demografischen Veränderungen in den ländlich geprägten Gebieten, der immer stärker zunehmenden Konkurrenz durch den Onlinehandel und dem Wettbewerb durch große Einzelhandelsansiedlungen in Randlagen und auf der sogenannten „grünen Wiese“.

„Die von „Contact & Cooperation“ erhobenen Leerstandszahlen zeigen, dass das Problem in der Region existiert, aber derzeit noch beherrschbar ist. Wir verfügen über viele attraktive Innenstädte. Die Rahmenbedingungen werden allerdings nicht einfacher. Angesichts der Konkurrenz durch die „grüne Wiese“ und den Onlinehandel wird es in den kommenden Jahren verstärkt darauf ankommen, durch Optimierung des Angebots, Multichannel-Strategien, zielorientiertes Stadtmarketing und aktives Leerstandsmanagement steigende Leerstandsquoten zu verhindern und leerstehende Gewerbeeinheiten neu zu besetzen“, kommentiert IHK-Handelsexperte Matthias Schmitt die Daten.

Weitere Informationen: IHK Trier, Dr. Matthias Schmitt, Telefon (06 51) 97 77-9 01, E-Mail: schmitt@trier.ihk.de

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