„Bündnis für die Region“ – Fahren Fernzüge bald wieder über Trier?

3

Bildquelle: wikipedia

TRIER/MAINZ. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat ein „Bündnis für die Region“ ins Leben gerufen, um schnellstmöglich wieder die Anbindung der Stadt Trier an den Fernverkehr der Bahn zu erreichen.

Seit Ende 2014 fahren keine Fernzüge mehr nach Trier. Nach der Streichung des Fernverkehrs durch die Deutsche Bahn AG konnte auch zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Bahn keine Einigung erzielt werden, den Fernverkehr in das Nahverkehrsnetz zu integrieren.

Mit einem von ihr initiierten Brief an die Vorstandvorsitzende der DB Fernverkehr AG richten die Ministerpräsidentin und Verkehrsminister Dr. Volker Wissing gemeinsam mit Abgeordneten und Amtsträgern der Region in einem Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg einen entsprechenden Appell an die Bahn. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing wird den Brief am 5. Dezember an die Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG, Birgit Bohle, übergeben.

„Die Landesregierung führt mit Vertretern und Vertreterinnen der luxemburgischen Staatsbahn, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und der DB Gespräche und prüft Möglichkeiten, eine umsteigefreie Verbindung von Luxemburg über Trier ins Rheinland zunächst einmal am Tag zu ermöglichen. Für die konstruktive Zusammenarbeit danke ich allen Beteiligten sehr“, so die Ministerpräsidentin. In einem Gespräch Anfang November hatten sich auch der luxemburgische Verkehrsminister Bausch und der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Wissing über die Perspektiven einer wieder durchgehenden Verbindung von Luxemburg nach Düsseldorf ausgetauscht und dabei nochmals das gemeinsame Interesse an einer möglichst raschen Einrichtung einer solchen Verbindung betont. Die noch erforderlichen Klärungen sollten mit den beteiligten Bahngesellschaften zeitnah erfolgen.

„Die Einstellung des Fernverkehrs nach Trier war ein fatales Signal für die Menschen in der Region. Sie fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt. Gemeinsam mit den gewählten Vertretern und Vertreterinnen der Menschen in der Region möchte ich daher nochmals deutlich machen, dass eine Wiedereinführung einer umsteigefreien Verbindung in das Rheinland oberste Priorität hat“, sagte die Ministerpräsidentin zur Begründung ihrer Initiative. Die An- und Abreise nach Trier und Luxemburg habe sich durch die Einstellung des Fernverkehrs verschlechtert. Die umweltfreundliche Nutzung des Bahnverkehrs werde dadurch deutlich unattraktiver.

Die Städte Trier und Luxemburg, die nicht nur beliebte Reiseziele von hohem touristischem Wert seien, sondern als Universitäts- und Großstädte auch überregionale Bedeutung hätten, litten darunter wirtschaftlich und ideell. Die Einführung einer stündlichen Regionalexpress-Verbindung in der Relation Koblenz – Trier – Luxemburg habe den Nachteil, dass damit keine umsteigefreie Verbindung beispielsweise in Richtung Köln und Düsseldorf möglich sei.

3 KOMMENTARE

  1. Hätte man die bestehenden Intercitys seinerzeit in den Nahverkehr integriert und das Wochenend- und Rheinland-Pfalzticket dort gelten lassen, müsste man jetzt keinen solchen Aufwand treiben.
    Abgesehen davon kommt da sowieso nichts raus, die Dreyer will sich mal wieder lieb Kind machen, sonst nichts,.

  2. Meiner Meinung nach kann man es dann auch gleich sein lassen, zumal man schon heute mit dem Bus umsteigefrei schneller in Köln oder Bonn ist als mit der Bahn, selbst wenn man umsteigefrei über die Eifel jockelt.
    Eine wirkliche „Anbindung“ existiert erst, wenn zumindest zwischen 7 und 19 Uhr ein Zweistundentakt mit Intercities gegeben ist.
    Alles Andere ist doch nur Alibi! Wenn das das Ziel ist, sollte man die Kraft lieber in andere Maßnahmen stecken, z. B. das Fernbusangebot auszuweiten.

  3. Ja kurzes Update, es soll ja jetzt schon 2017 wieder durchgehende Züge nach Düsseldorf via Koblenz geben ABER:
    Die Züge sind diese luxembourgischen KISS-Triebwagen die jetzt schon nach Koblenz fahren.
    Diese sind:
    Unbequem, da zu eng, Sitzpläzte Rückenlehnen zu niedrig, die Klimaanlage funktioniert nicht richtig es ist meistens zu kalt, das Klo ist mini, ds Gepiepe der Türen nervtötend lauter als bei den anderen Zügen, die Klimaanlage pustet von der Decke dauernd kalte Luft auf den Kopf uvm. Seinerzeit war regelmässig die Hälfte dieser Züge in Wartung. Heisst auf der Strecke Koblenz Trier ändert sich gar nichts, weil diese Züge da sowieso schon fahren und wenn ich mal Richtung Düsseldorf fahren sollte nehme ich lieber Umsteigen in Kauf und fahre in Koblenz mti dem IC weiter, denn 4 Stunden in einem dieser Züge sitzen ist eine Qual und eigentlich nicht auszuhalten. Da würde ich lieber noch mit einem alten roten Schienenbus fahren, der war dagegen noch bequem. Nur zur Vorabinfo, weil dann ja sicher der Trierer Bürgermeister und die Dreyer wider behaupten was sie doch alles für Trier erreichen hahaha. WEnn man sowas macht, dann eine Wagengarnitur die für längere Strecken Komfort bringt und eine Bistroecke hat oder gleich bleiben lassen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.