Theater Trier: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Weitergabe von internem Bericht

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Bürgerentscheid zur Zukunft des Hauses.

Bildquelle: Eric Thielen

TRIER. Nachdem Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) Strafanzeige wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen im Zusammenhang mit der Theater-Affäre gestellt hatte, hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen aufgenommen.

Wie Triers Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Mittwoch bekanntgab, sei ein Verfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Verletzung von Privatgeheimnissen eingeleitet worden.

Ein Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes zu der Theater-Affäre sei in mehreren Medien bereits zum Teil veröffentlicht worden, bevor er in den nichtöffentlichen Rechnungsprüfungs-Ausschuss gelangt sei, hieß es aus dem Rathaus. Der Bericht kritisierte den inzwischen gekündigten Theaterintendanten Karl Sibelius und Kulturdezernent Thomas Egger (SPD). Beide gelten als Schlüsselfiguren in der Krise um Etat-Überschreitungen in Millionenhöhe beim Theater.

Oberbürgermeister Leibe hatte vergangene Woche vermutet, dass Mitarbeiter des Rathauses oder Mitglieder städtischer Gremien den Bericht Medien zugespielt haben. Nur sehr wenige Ausschüsse seien noch vertraulich zum Schutz von Mitarbeitern, hieß es. Dazu gehöre der Rechnungsprüfung-Ausschuss.

15 KOMMENTARE

  1. Hoffentlich wird nicht nur gegen diejenigen ermittelt, die den Prüfbericht über die Steuerverschwendung in Millionenhöhe veröffentlicht haben, sondern auch gegen die, die diese Verschwendung zu verantworten haben. Es dürfte nämlich weitaus schlimmer sein, einen solchen Schaden zu verursachen als nachher unerlaubt Informationen darüber zu veröffentlichen!

    • Wie heisst es so schön , nur der Überbringer einer schlechten Nachricht wird getötet, in diesem Sinne werden alle Verantwortliche davonkommen, ausser derjenige der den Bericht lanciert hat, hoffentlich war der klug genug niemandem auch nru eine Andeutung zu machen was er getan hat.
      Siehe Snowden, auf den wird von den USA eingeprügelt .
      Ohne Maulwürfe in den Verewaltungen würden wir noch mehr belogen werden, denn dieser Bericht wäre so bestimmt nicht veröffentlicht worden.

  2. @ Herr Frisch

    Natürlich haben Sie recht, ihre Aussage ist vollkommen logisch. Sie werden aber erleben, dass es auch hier wieder Kommentare mit dem Vorwurf des „Rechtspopulismus“ geben wird. Das ist ja zur Zeit eine beliebte Floskel wenn bestimmten Kreisen die Argumente ausgehen.

  3. Gähn…..Ja wer wohl den Bericht weiter gegeben hat.
    Na, es geht um das Trierer Theater, da hat die AfD wieder ihr Lieblingsthema, und prompt ist der Trierer AfD-Chef ja auch zur Stelle. Kulturelle Vielfalt und der Rechtspopulismus der AfD vertragen sich nun mal nicht.
    Ist wohl alles nicht DEUTSCH genug, was da läuft.

  4. Kaum ruft man „Theater“ in den Raum, ist der Trierer AfD-Chef zur Stelle. Scheint sein Lieblingsthema geworden zu sein.
    Kulturelle Vielfalt ist eben nicht so sein Ding. Rechtspopulismus und Kultur vertragen sich weitgehend nicht, tumbes Patriotentum natürlich ausgenommen.

    • Kaum werden Korruption und Verschwendung von Steuergeldern der Altparteien publik gemacht, kommt die Frauke und blökt was von Rechtpopulismus… manche Dinge ändern sich eben nie 😉

      • 1.
        „Die AfD ist zu einer ‚NPD light‘ geworden“, sagt heute der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende, Hans-Olaf Henkel. Er bereue, mitgeholfen zu haben, ein „richtiges Monster zu erschaffen“. (FAZ Online, 8.11.2015)
        2.
        Über Rentner, Behinderte, Studierende und Arbeitslose denkt der ehemalige
        Bundesvorsitzende (April 2013 bis Juli 2015) Konrad Adam: „Leute, die es als ihr
        gottgewolltes Recht betrachten, von dem zu leben, was andere für sie aufbringen müssen.“ (Die Welt, 20.06.2006)
        3.
        Marcus Pretzell, Landeschef der AfD in NRW (MdEP) sprach sich dafür aus, die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland notfalls mit Schusswaffen zu stoppen. „[Um] zu warnen, zu verletzten, oder letztlich auch um zu töten“, sagte Pretzell dem Kölner EXPRESS (2.11.2015).
        4.
        „Wir hatten die Diskussion, sind wir die Euro- oder die Pegida-Partei? Wir sind beides!“ (Marcus Pretzell, Landeschef der AfD in NRW und MdEP als Grußwort zum Essener AfD-Parteitag am 4.7.2015)
        5.
        Wir sehen im Verlauf und in den Ergebnissen des Parteitages einen
        klaren, gewollten und forcierten Rechtsruck der AfD. Von diesem distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit.“ Fünf der elf Vorstandsmitglieder der AfD in
        Rheinland-Pfalz erklären ihren Parteiaustritt. (SWR, 7.7.2015)
        6.
        Die AfD findet, dass das Thema „Schreckensherrschaft der NSDAP“ den
        Geschichtsunterricht zu sehr „überschattet“. (Internes Papier der AfD
        Sachsen, September 2014)
        7.
        Markus Frohnmaier, Vorsitzender der Jungen Alternative: „Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen […] ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk“

        „Die Evolution hat Afrika und Europa – vereinfacht gesagt – zwei unterschiedliche Reproduktions­strategien beschert.“— Björn Höcke

        „Wenn jemand kommt, und den ganz großen Knüppel rausholt und das damit schafft, innerhalb von zwei Tagen zu beenden, bin ich sofort dabei und solange tue ich, was ich kann.“ — Beatrix von Storch

        „Dem Flüchtling ist es doch egal, an welcher Grenze, an der griechischen oder an der deutschen, er stirbt.“— Günter Lenhardt

        „Von der NPD unterscheiden wir uns vornehmlich durch unser bürgerliches Unterstützerumfeld, nicht so sehr durch Inhalte“— Dubravko Mandic

        „Man muss sich nur an den Zweiten Weltkrieg erinnern, an unsere eigene Geschichte. Was haben wir denn mit den Juden gemacht? Da gab es ja auch Möglichkeiten… Man muss gar nicht übertreiben, aber was anderes wird bald gar nicht mehr möglich sein. Die Flüchtlinge gehen ja nicht freiwillig.“ — Teilnehmer einer AfD-Veranstaltung
        „1000 Jahre Deutschland! Ich gebe euch nicht her.“ — Björn Höcke

        „Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten.“ — Alexander Gauland

        „Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk, liebe Freunde.“ — Markus Frohnmaier, Landtagskandidat in Baden-Württemberg

        „Wenn du Direktkandidat bist, solltest du solche Sätze mit “gehören an die Wand gestellt“ besser vermeiden. Es schadet ungemein, wenn die Presse sowas ausschlachtet. Deshalb sollten wir grade jetzt genau überlegen, wie wir Dinge formulieren.“ — Daniel Roi

        „Ist es nicht so, dass den Anwohnern oder Bewohnern einer Kommune alternativlos – wie immer – eine Einrichtung vor die Nase gesetzt wird, die sie einfach nicht haben wollen und deshalb in Form von zivilem Ungehorsam die geplanten Flüchtlingsunterkünfte einfach abfackeln?“ — Alfred Bamberger

        „Mitglieder rechtspopulistischer Vereinigungen in der AfD (Auswahl)

        1) Identitäre Bewegung:
        Ein Mitglied der AfD Leipzig, Felix K., ist ein führender Vertreter der neurechten „Identitären Bewegung“ in Sachsen (Anonymous Austria)

        ​2) Bund freier Bürger (rechtspopulistisch, FPÖ-nah):
        Joachim Starbatty, sitzt aktuell für die AfD im Europaparlament
        Stefan Königer, heute für die AfD im Brandeburger Landtag (BILD)

        3) Bündnis für Freiheit und Demokratie (fordert u.a. ein Deutsches Reich in den Grenzen von 1937)
        Detlev Spangenberg, gewählt in den Sächsischen Landtag, wäre dort sogar Alterspräsident geworden, trat aber nach der Berichterstattung über seine Vergangenheit von der Aufgabe zurück

        4) Pro Sachsen
        auch Detlev Spangenberg

        5) Die Freiheit (islamfeindlich)
        Rainer van Raemdonck (Ex-Landesvize der „Freiheit“ in Brandenburg, heute für die AfD im Brandenburger Landtag)
        Thomas Jung (Ex-Landeschef der „Freiheit“ in Brandenburg, heute für die AfD im Brandenburger Landtag)
        Julien Wiesemann, war stellvertretender Landesvorsitzender von „Die Freiheit Sachsen“, heute AfD-Parteisprecher in Sachsen (PM Grüne)

        6) Republikaner
        Andreas Galau, heute für die AfD im Brandenburger Landtag
        Ulrich Wlecke, heute für AfD NRW auf Platz 4 der AfD-Bundestagsliste, sowie zwei weitere AfD-Mitglieder in Essen (RP)
        Andreas Kalbitz, Landtagsabgeordneter Brandenburg (bnr)

        7) Schill-Partei „Rechtsstaatliche Offensive“
        Dirk Nockemann, früher Hamburger Innensenator für die Schill-Partei, heute Listenplatz 3 bei de Hamburger AfD
        Peter Lorkowski, heute Listenplatz 7 bei der Hamburger AfD
        Karina Weber heute Listenplatz 22 bei der Hamburger AfD
        4 Mitglieder des bisherigen AfD Hamburg-Landesvorstandes treten deshalb von ihren Posten zurück, weil sie „zu viel Schill“ in der AfD Hamburg sehen“

        • @AfD – Die Rechtspopulisten!

          Die AfD ist die einzige demokratische Partei, die sich entschieden gegen unkontrollierte Massenmigration, für die Rückkehr zum geltenden Recht und für die konsequente Trennung von Asyl und Einwanderung ausspricht und somit alternativlos. Für dieses Alleinstellungsmerkmal bekommt sie meine Stimme. Bei jeder Wahl. Punkt. Dafür dürfen Sie mich auch gerne Rechtspopulist oder was auch immer nennen.

        • Solange die AFD pro-amerikanisch und pro-jüdisch ist, bekommt sie von mir und meinen Bekannten die Stimme!

          Sie brauchen schließlich all diese Stimmen für die Alleinregierung. Mit der jetzigen Regierungskoalition Rot-Rot-Grün-Schwarz und ihren Anhängern ist ein sachliches Gespräch nicht möglich.

          • @tl;dr,was ist das für ein Name? 😉 ?
            Wenn Sie in Ihrem Leben sonst keine Probleme haben, außer andere Menschen, dann Glückwunsch! 😉 Ich nenn Sie ab jetzt „Was auch immer!?“ 😉

            @Ich möchte keinen Terror:

            Ist das jetzt Satire? Wenn ja, sehr abgedreht! Gibt ihm einen Preis!
            Wenn nicht, sorry, egal was Sie nehmen, nehmen Sie bitte weniger davon!

            „Regierungskoalition Rot-Rot-Grün-Schwarz „, ja genau, das ist die Regierungskoalition! 😉 Meine Güte, wenn man selbst hierbei schon daneben liegt. Und dann dürfen solche Leute auch noch wählen! (Satire!) 😉

            Hey das ist weder im Bund noch im Land die Regierungskoalition! 😉 Aufwachen!

            Ich schreib es Ihnen gerne nochmal auf:
            Bund: Schwarz-Rot (CDU/CSU und SPD)
            Land RLP: Rot-Gelb-Grün (SPD-FDP-Grüne)

            Also FDP ist nicht im Bund aber im Land…………………… 😉

  5. @Lupo und @Frauke

    Die Denkweise die aus ihren Stellungnahmen hervorgeht, vermitteln einen guten Eindruck davon, worum es geht.

    Egal was die etablierten Vertreter – in diesem Beispiel der Trierer Stadtrat in Union von SPD,CDU, Grünen, Linken und FWG – veranstaltet, Leute wie sie decken das. Der Trierer Stadtrat ist für ein riesiges Schuldendesaster verantwortlich. Fast alle Ratsmitglieder haben behauptet, sie hätten vor der Vertragsverlängerung mit Sibelius nichts von dem Rechnungsprüfungsbericht gewusst. Klar gelogen!

    Schreiber wie sie beide zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Fakten und Tatsachen konsequent ignorieren und an Thema vorbeireden.

    Sie finden es also akzeptabel wenn der Rat absichtlich aus Gründen von Fraktionszwang oder Machterhalt Millionenbeträge verschwendet? Sie finden es akzeptabel wenn diese Hobbypolitiker, die doch angeblich ihre Präferenz auf das Wohl der Stadt Trier gerichtet haben, ihre Wählerschaft dreist belügen?

    Diese Fakten wären ohne die Weitergabe dieser Informationen nie ans Licht gekommen. Insofern bin ich dieser Person sehr dankbar.

    Herrn Frisch und der AFD kann man zumindest in der Thematik Stadttheater zugute halten, dass sie von Anfang an auf die Konsequenzen hingewiesen und davor gewarnt haben. Diese Tatsache überzeugt mich auf jeden Fall mehr als das von ihnen praktizierte Verharmlosen und Relativieren von willkürlicher Steuerverschwendung.

  6. @ Lieber “ AfD – Die Rechtspopulisten! “

    Da haben Sie sich ja viel Mühe gegeben. Aber was hat das mit dem im Artikel beschriebenen Sachverhalt zu tun ????

    • @ Genauso!
      Fragen Sie den Verursacher:
      „Genauso!:
      @ Herr Frisch
      Natürlich haben Sie recht, ihre Aussage ist vollkommen logisch. Sie werden aber erleben, dass es auch hier wieder Kommentare mit dem Vorwurf des „Rechtspopulismus“ geben wird. Das ist ja zur Zeit eine beliebte Floskel wenn bestimmten Kreisen die Argumente ausgehen.“
      Ach, das waren ja Sie, Ihren eigenen Kommentar vergessen, na sowas?! 😉

  7. Diese Strafanzeigen zum jetzigen Zeitpunkt zu stellen ist dumm. Jetzt läuft das Verfahren und die Angezeigten können vor jedem Ausschuss/ Stadtrat jederzeit sagen : Ich sag nix. Ich könnte mich ja selbst belasten.
    Diese Anzeige ist jetzt reiner Populismus

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