Versprochen ist versprochen: Baum-Ersatz ist eingepflanzt

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Bildquelle: VG Konz

KONZ. Während Mitte 2013 die Baumaßnahmen für das neue Gesundheits- und Dienstleistungszentrum planmäßig abliefen, sorgte das Fällen eines Ginkgobaumes im Rahmen des Großprojektes für größere Aufregung. Damals ergab eine Überprüfung, dass eine Umpflanzung des etwa 80 Jahre alten Gingko nicht ratsam war – eine Überlebenschance des Baumes konnte nicht garantiert werden. Daher wurde vereinbart, dass der Konzer Unternehmer Hans Wacht den Baum fällen lässt und für einen Ersatz sorgen wird.

Am 21. November 2016 wurde nun der versprochene Ersatzbaum in der Güterstraße von Mitarbeitern des Bauhofes der Verbandsgemeinde Konz und der Firma Wacht eingepflanzt. Der Standort für den neuen Ginkgo ist genau in der Mitte der Buswendeschleife der neuen „Park & Ride“ Anlage am Haltepunkt Konz.

Schon am frühen Morgen haben die Bauhofmitarbeiter die Baumgrube hergestellt – 3 Meter im Durchmesser und 80 Zentimeter tief. Der neue Ginkgo – fast 9 Meter hoch und ca. 25 Jahre alt – wurde auf einem Lastzug direkt von der Baumschule Ley aus Meckenheim angeliefert und von einem Mitarbeiter der Firma Wacht mit einem Ladekran in die Baumgrube gehoben und gerade ausgerichtet.

Dann wurde der Baum mit Spanngurten unterirdisch zur Sicherheit verankert, denn ohne diese Maßnahme wäre der Baum ständigen Bewegungen ausgesetzt. Der Drahtkorb am Ballen wurde komplett mit eingepflanzt. Der Draht verwittert – wenn auch erst nach mehreren Jahren – im Boden. Die dabei entstehenden Mineralien werden von der Pflanze aufgenommen. Abschließend wurde die Baumgrube mit Erdsubstrat aufgefült und mit Basaltschotter bedeckt.

Damit wurde das Gesamtbild der Wendeschleife nun bereichert – sehr zur Freude der Konzer Baumfreunde, vor allem wenn im Frühjahr die Blätter zum Vorschein kommen.

Hintergrundinformation – Ginkgo
Der Ginkgo (oder Ginko) ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart. In Ostasien wird der Baum wegen seiner essbaren Samen oder als Tempelbaum kultiviert. Als „lebendes Fossil“ wird der Ginkgo deshalb bezeichnet, weil er der letzte lebende Vertreter der Ginkgoale, einer Gruppe von Samenpflanzen. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit etwa 1730 als Zierbaum gepflanzt. Heute zählt der Baum zum festen Bestandteil Europas und ist einer der beliebtesten und auch bekanntesten Bäume der Welt. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ den Ginkgo zum Baum des Jahrtausends und zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden.

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