Bewährungswahnsinn: Dieser Angeklagte muss nicht in den Knast

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Bildquelle: pixabay

TRIER. Die 3. Große Strafkammer des Landgerichts Trier hat heute ein Urteil verkündet.

In der Mitteilung heisst es wörtlich:

Der Angeklagte ist schuldig des Überlassens von Betäubungsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch in zwei Fällen, der Abgabe von Betäubungsmitteln, des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln, der Körperverletzung, des Kennzeichenmissbrauchs in Tateinheit mit fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr, der Urkundenfälschung in Tateinheit mit fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort sowie des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs .

Er wird zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Vollstreckung der Gesamtfreiheitsstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Der Sachverhalt:

Dem 30-jährigen Angeklagten, einem aus der russischen Föderation stammenden Deutschen aus Region der Region Konz/Saarburg wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Zeitraum von Mitte März bis Ende Mai 2016 unter anderem mit Betäubungsmitteln gewerbsmäßig Handel getrieben zu haben und in diesem Zusammenhang in mehreren Fällen auch als Person über 21 Jahren an Minderjährige abgegeben zu haben. In einem Fall soll der Angeklagte darüber hinaus auch einen Minderjährigen dazu gebracht zu haben, Betäubungsmittel (Amphetamin und Marihuana) in seinem Auftrag zu verkaufen.

Im Tatzeitraum werden dem Angeklagten zugleich zahleiche Verkehrsdelikten zur Last gelegt. So soll er unter anderem nicht ordnungsgemäß zugelassene Fahrzeuge im Straßenverkehr genutzt haben, unter Drogeneinfluss einen PKW geführt haben, hierbei einen Unfall mit einem Personenschaden verursacht und sich unerlaubt vom Unfallort entfernt haben, ohne der Geschädigten zur Hilfe zu kommen. Die Rollerfahrerin, die sich beim Sturz eine Knieverletzung zugezogen hatte, konnte im Krankenhaus ambulant behandelt werden. In einem weiteren Fall soll er einen Verkehrsteilnehmer, der ihn für seinen aggressiven Fahrstil kritisierte, körperlich angegangen sein.

Der Angeklagte befindet sich seit dem 29.5.2016 ununterbrochen in Untersuchungshaft. Er ist bereits durch das Amtsgericht Saarburg wegen unerlaubtem Erwerb von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt worden.

3 KOMMENTARE

  1. na dann mal los…… dürfen wir jetzt alle ohne Versicherung und bekifft Leute umfahren und verprügeln ?
    ach ne, als Deutscher nicht, sorry
    das soll noch einer verstehen……
    oder ist das jetzt eine Art um die AFD Wähler zu bestärken ?

  2. Das Urteil ist ein Witz und ein Schlag ins Gesicht jedes redlichen Bürgers – Da kann man damit rechnen dass sich der Verurteilte weiter in kriminelle Machenschaften verstrickt , hoffentlich schickt ihn der nächste Richter dann für Jahre in den Knast

  3. Erschreckend ist das genannte Alter der Kundschaft: „Minderjährig“. Wird heutzutage in den Schulen nur noch Weed geraucht und Meth geschnieft?

    In Russland gibt es drakonische Strafen selbst für Drogen-Bagatelldelikte: Z. B. auf den Verkauf eines einzigen Joints stehen dort 7 Jahre Gefängnis. Dem Alkoholproblem der Russen hilft das natürlich nicht.

    Wenn „der Verurteilte sich weiter in kriminelle Machenschaften verstrickt“, so dient er halt künftig der Verbesserung der Verbrechensaufklärungsquote unserer Polizei, die ihn dann erneut verhaftet.

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