Stadt Saarburg kauft Institutskomplex – Umbau zur Kita

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Bildquelle: Stadt Saarburg

SAARBURG. Die Stadt Saarburg hat vom Land die Liegenschaft des Pädagogischen Landesinstituts im Blümchesfeld 13 erworben. Der Komplex auf der linken Saarseite wird zur Kindertagesstätte umgebaut.

Mit ihren Unterschriften setzten Bürgermeister Jürgen Dixius und die stellvertretende Geschäftsführerin des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, Dr. Petra Wriedt, am 15. November in der Verbandsgemeindeverwaltung den Kaufvertrag in Kraft.

Mit dem Erwerb des dreiteiligen Gebäudekomplexes auf einem 6500 Quadratmeter großen Grundstück kann die Stadt die geplante dritte Kindertagesstätte für Saarburg verwirklichen. Sie wird als viergruppige Einrichtung ausgelegt mit einer Erweiterungsoption auf fünf bis sechs Gruppen. Den Kauf zum Preis von 826.000 Euro hat der Stadtrat am 22. September 2016 gebilligt.

Bürgermeister Jürgen Dixius erwähnte beim Unterzeichnungstermin auch die Vorgeschichte: „Leider möchte das Land Rheinland-Pfalz dieses Haus nicht mehr für die Lehrerfortbildung und die Ausbildung von Justizfachwirten nutzen. Die Stadt Saarburg wird aber Möglichkeiten schaffen, die Ausbildung weiterhin zu gewährleisten.“ Gleichzeitig betonte Dixius: „Die Liegenschaft ist dennoch für die Stadt sehr wichtig, weil es immer Ziel war, auf der linken Saarseite einen Kindergarten einzurichten, nachdem der Kindergar- ten Auf dem Graben weggefallen ist. Die Liegenschaft ist hervorragend geeignet, um dort eine Kita einzu- richten, wenn die Zufahrtsstraße ausgebaut ist. Der Kaufpreis stellt für die Stadt eine Herausforderung dar, zumal weitere Ausbaukosten von etwa 700.000 Euro hinzukommen. Dennoch investiert die Stadt gerne in die Betreuung der Kinder und leistet damit einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Auf dem Grundstück im Blümchesfeld 13 wurden 1951 zwei zweigeschossige sowie ein eingeschossiges Gebäude mit insgesamt rund 1100 Quadratmetern Nutzfläche als „Landwirtschaftsschule Saarburg“ errichtet. Später wurde die Liegenschaft für die Ausbildung von Rechtsreferendaren hergerichtet, teilweise dient sie nach wie vor der Juristenweiterbildung. Heute ist der Gebäudekomplex eine Außenstelle des Pädagogischen Landesinstituts in Speyer. Eines der Gebäude wurde 2013 zur Kantine ausgebaut. Anfang 2016 gab das Land bekannt, dass die Landesinstitutionen zum 31. Dezember ausziehen.

„Sehr gerne veräußern wir die Liegenschaft an die Stadt Saarburg, so können wir auch einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten“, sagte die stellvertretende LBB-Geschäftsführerin Dr. Wriedt. Da die Stadt mit dem Erwerb ein gemeinnütziges Ziel verfolgt, konnte der LBB gemäß den Regularien auf die sonst vor- geschriebene öffentliche Ausschreibung zur Ermittlung des höchstbietenden Käufers verzichten. Dr. Wriedt: „Einen schöneren Verwendungszweck kann es für eine frei gewordene Liegenschaft des Landes ja nicht geben, als dass hier künftig Kinder spielen und lernen.“

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