Arbeitsmarktbericht: Arbeitslosigkeit geht leicht zurück

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Symbolfoto

Bildquelle: pixabay

Ende Oktober prägt eine freundliche Herbststimmung den Arbeitsmarkt. Wie bereits im September ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit zurück. 10.482 Menschen, 137 weniger als einen Monat zuvor, sind auf Jobsuche. Die Arbeitslosenquote liegt stabil bei 3,7 Prozent.

Für den Arbeitsagenturchef Heribert Wilhelmi spiegelt sich darin einerseits die übliche saisonale Entwicklung wider: „Im Herbst finden vor allem junge Leute nach der Ausbildung einen Job.“ Anderseits seien die guten Werte auch auf einen insgesamt robusten Arbeitsmarkt in der Region zurückzuführen: „Die Unternehmen der Region schreiben weiterhin viele Stellenangebote aus. Die Auftragslage in den meisten Branchen ist gut. Fachkräfte werden benötigt.“ Die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit belegt diese Einschätzung. Mit 4.733 Stellenangeboten sind 28 Prozente mehr freie Jobs registriert als ein Jahr zuvor. Alleine im letzten Monat haben die Unternehmen der Region 1.339 neue Stellenangebote beim Arbeitgeber-Service gemeldet.
Einen Wehmutstropfen gibt es allerdings: Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Arbeitsmarktbilanz leicht negativ aus. 176 Personen mehr als im Oktober 2015 sind in der Region auf Jobsuche. Diese Entwicklung zeichne sich bereits seit einigen Monaten ab, sagt Heribert Wilhelmi, und sei auf die gestiegene Zahl arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge zurückzuführen.

Der Arbeitsmarkt geht also insgesamt gut gerüstet in den Winter. Um zusätzlich den Anstieg der üblichen Winterarbeitslosigkeit abzumildern, können Arbeitnehmer witterungsabhängiger Branchen Saisonkurzarbeitergeld erhalten. „Das verhindert Kündigungen in der Schlechtwetterzeit und ermöglicht Firmen, ihr Personal über Winter trotz weniger Arbeit zu halten“, so Wilhelmi. Für Beschäftigte des Baugewerbes, des Dachdeckergewerbes und des Garten- und Landschaftsbaus kann die örtliche Arbeitsagentur zwischen dem 1. Dezember bis längstens zum 31. März Saisonkurzarbeitergeld zahlen. Für Unternehmen des Gerüstbaus kann die Leistung bereits ab dem 1. November gewährt werden. Die Beantragung erfolgt durch den Arbeitgeber bei der zuständigen Agentur für Arbeit.

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

In der Region Trier waren im Oktober 10.482 Menschen arbeitslos gemeldet, 139 weniger als im September. Im Vergleich zum Vorjahr sind allerdings 173 Menschen mehr ohne Job. Die Arbeitslosenquote bleibt stabil bei 3,7 Prozent.

Der Arbeitsmarkt ist immer von hoher Fluktuation geprägt. In den vergangenen vier Wochen mussten sich 3.078 Frauen und Männer neu oder erneut arbeitslos melden. Mit 3.200 Personen haben jedoch etwas mehr einen Weg aus der Arbeitslosigkeit herausgefunden.
Aktuell sind 5.833 Männer und 4.649 Frauen in der Region arbeitslos, darunter 1.296 Jüngere bis 24 Jahre, 3.565 Ältere der Generation 50plus und 2.179 Ausländer.
Den Arbeitsuchenden der Region stehen aktuell 4.733 Jobs zur Verfügung – 1.027 mehr als vor einem Jahr.

Blick in die einzelnen Regionen

Stadt Trier

Leicht verbessert im Vergleich zum September hat sich auch die Arbeitsmarktsituation in der Stadt Trier. Die Zahl der arbeitslosen Triererinnen und Trierer fällt um 46 Personen auf 3.120 Jobsuchende. Die Arbeitslosenquote fällt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.
Erfreulich: Von der aktuellen positiven Entwicklung konnten sowohl Kunden der Arbeitsagentur als auch Kunden des Jobcenters profitieren – also auch solche Menschen, die in der Regel länger als ein Jahr arbeitslos waren.

Aktuell sind 1.752 Trierer und 1.368 Triererinnen auf Jobsuche, darunter 366 Jüngere bis 24 Jahren, 966 Ältere über 50 Jahren und 669 Ausländer.

Landkreis Bernkastel-Wittlich

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr und Vormonat gesunken. Mit 1.998 Jobsuchenden sind 28 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,2 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und Vorjahr.
Unter den insgesamt 1.116 arbeitslosen Männern und 882 arbeitslosen Frauen befinden sich 243 unter 25-Jährige, 731 über 50-Jährige und 420 Ausländer.

Eifelkreis Bitburg-Prüm

Die Arbeitslosenquote im Eifelkreis Bitburg-Prüm hält sich im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr stabil bei 2,9 Prozent.
1.507 Bürger des Eifelkreises sind derzeit auf Jobsuche. 726 werden von der Agentur für Arbeit betreut, 781 vom Jobcenter. 483 Frauen und Männer mussten sich in den letzten Wochen arbeitslos melden, 586 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Unter den 724 arbeitslosen Männern und 683 arbeitslosen Frauen befinden sich 216 Jüngere unter 25 Jahren, 493 Ältere der Generation 50plus und 277 Ausländer.

Kreis Vulkaneifel

1.436 Bürger in der Vulkaneifel sind derzeit auf Jobsuche – 13 weniger als im September, aber 96 mehr als Ende Oktober 2015. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Septemberwert.
Unter den 766 arbeitslosen Männern und 670 arbeitslosen Frauen befinden sich 179 Jüngere unter 25 Jahren, 530 Ältere über 50 Jahren und 280 Ausländer.

Landkreis Trier-Saarburg

Im Landkreis Trier-Saarburg ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum September und im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf glatte 3 Prozent gesunken. 2.421 Bürger des Landkreises sind auf Jobsuche, 47 weniger als im September, 40 weniger als im Oktober 2015.

Von der aktuellen Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt profitieren vor allem die Jobsuchen, die von der Agentur für Arbeit betreut werden. Sie sind in der Regel erst seit kurzer Zeit arbeitslos und haben bessere Jobchancen als solche, die langzeitarbeitslos sind. Die Agentur für Arbeit betreut derzeit 1.287 Arbeitsuchende, 61 weniger als vor vier Wochen. Das Jobcenter Trier-Saarburg verzeichnet 1.134 Arbeitslose, 14 mehr als im September.

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