„Wer Nilgänse und andere Wasservögel füttert, füttert RATTEN !“

„Wer Nilgänse und andere Wasservögel füttert, füttert RATTEN !“

Bildquelle: Stadt Traben Trarbach

TRABEN-TRARBACH. „Wer Nilgänse und andere Wasservögel füttert, füttert RATTEN!!“, so lautet die Überschrift einer Mitteilung des Bürgermeisters in Traben-Trarbach. In der Mitteilung widmet sich Herr Langer an die Bürgerinnen und Bürger und fordert diese auf keine Stadttauben und Wasservögel mehr zu füttern.

Die Mitteilung im Wortlaut:

“ Wer Nilgänse und andere Wasservögel füttert, füttert RATTEN!!!!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
füttern Sie bitte keine Stadttauben und Wasservögel wie z.B. Enten und Schwäne und vor allem keine Nilgänse. Das regelmäßige Füttern fördert nicht nur die Standorttreue, sondern auch extrem die Brutfreudigkeit der Tiere.

Bis zu fünf Bruten jährlich sind keine Seltenheit mehr. So vergrößert sich z.B. eine kleine Nilganspopulation in kurzer Zeit auf das Mehrfache und verursacht Schmutz, Lärm- und Geruchsbelästigungen.
Weiterhin führt die starke Vermehrung zu abartigen Wachstums- und Verhaltensstörungen bei den Tieren. Die von den Spaziergängern verfütterten Brot- und Backwarenreste verursachen üblicherweise Gesundheitsschäden bei den Wasservögeln, die sich normalerweise von Wasserpflanzen, Samen und Teilen der Uferbepflanzung, sowie von kleinen Tieren wie Würmern und Schnecken ernähren. Durch das massenweise Auftreten der Tiere wird das ökologische Gleichgewicht an der Mosel gefährdet. Die Mosel kann Schaden nehmen. Brotbrocken und der Kot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Es entstehen mehr und mehr Algen, für deren Zersetzung Sauerstoff nötig ist.

Brot enthält für unsere Wasservögel zu viel Salz, zudem quillt es im Magen auf. „Brot ist für Wasservögel eher Fast Food“ und erzieht sie zur Bequemlichkeit bei der Futtersuche. Es ist damit genau so ungesund wie Burger für den Menschen.

Viele Menschen haben Freude am Füttern der Wasservögel und sehen dabei nicht, welchen Schaden sie für Mensch und Tier anrichten.

Ferner zieht das herumliegende Fressen unliebsame Mitesser an. Am Ufer liegen gebliebenes Brot lockt Ratten und Mäuse an. Auch hier ist eine Überpopulation festzustellen. Somit ist die Stadt verpflichtet, gegen die Schädlinge vorzugehen, das geht auch zu ihren Lasten. Sie finanzieren es über ihre Steuern und Abgaben.

Zz. lasse ich prüfen, ob im Stadtgebiet ein Fütterungsverbot von Tauben und Wasservögel erlassen werden kann.

Ihr Stadtbürgermeister PAt. Langer“

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