Der Baumwipfelpfad Saarschleife – Wurde ökologisch gearbeitet?

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Symbolbild

Bildquelle: wikipedia // Wolfgang Staudt



Die Saarschleife zählt zu den natürlichen Besonderheiten, die im Südwesten Deutschlands zahlreiche Touristen anlockt. Dank einer findigen Idee soll es in Zukunft möglich sein, die majestätische Wende des namensgebenden Flusses auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten.


Das atemberaubende Projekt


Damit dieses Vorhaben gelingt, wurde nun viele Monate an einem Baumwipfelpfad in schwindelerregender Höhe gearbeitet. Die Rinchnacher Firma Holzbau Dengler hat sich das Projekt groß auf die Fahnen geschrieben. Insgesamt soll der Pfad etwa 1.200 Meter lang werden, um das natürliche Schauspiel von unterschiedlichen Seiten unter die Lupe nehmen zu können. Bereits die Planung des ehrgeizigen Projekts zog dabei große Aufmerksamkeit auf sich, da es weltweit nur sehr wenige Bauten gibt, die als Beispiel herangezogen werden können. Ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit kommt dort selbstverständlich auch dem Schutz der Umwelt zu. So wurde für die Konstruktion hochwertiges Fichtenholz gewählt, welches weitgehend auf seiner natürlichen Basis belassen wurde. Der Boden selbst wurde ebenmäßig wie Laminat verlegt, damit die Besucher den Pfad mit noch mehr Komfort beschreiten können.

Ein Spaziergang in 23 Metern Höhe


Weiterhin sollten natürlich keine Bäume speziell für dieses Projekt gefällt werden. Höhere Exemplare wurden aus diesem Grund kunstvoll und aufwendig mit in den Pfad integriert, um welche die Besucher nun auf kleinen Plattformen herumlaufen können. Der Besuch selbst ist dabei nicht nur aufgrund der spektakulären Aussicht auf die Saar ein ganz besonderes Erlebnis. Weiterhin befinden sich die Besucher in einer Höhe von bis zu 23 Metern über dem Waldboden. Es ist daher besser, selbst schwindelfrei zu sein, um dabei die gesamte Tour gut zu überstehen. Für die Sicherheit der Gäste ist natürlich in vollem Umfang gesorgt, wodurch diese Sorgen grundsätzlich als eher irrational eingestuft werden können. Weiterhin konnte die äußerst ausgeklügelte Konstruktion dafür sorgen, dass die Steigung zu jeder Zeit maximal sechs Prozent beträgt. Somit ist es selbst mit einem Rollstuhl möglich, die Strecke zu bewältigen und den Ausblick zu genießen.

Fazit


In der besten Position wurde der Baumwipfelpfad Saarschleife selbst noch zu einem kleinen Aussichtsturm erweitert. Die Besucher gelangen über Treppen oder einen Aufzug auf eine Höhe von stolzen 43 Metern. Von diesem Punkt aus bietet sich nun beste Sicht auf die Saarschleife und die dahinter gelegenen Regionen. Insgesamt sind damit auch die anfänglichen Kritiker des Projekts weitgehend davon überzeugt, dass es sich nur um einen marginalen Eingriff in die Natur handelt, der durch die ökologische Bauweise ausgemerzt werden konnte.

1 KOMMENTAR

  1. Kürzlich habe ich den Baumwipfelpfad Bayrischer Wald vom selben Betreiber begangen – ein sehr schönes Erlebnis. Um so erfreulicher, dass nun auch in der Region ein solcher Pfad entstanden ist. Steht fest auf dem Speiseplan 🙂

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