Teurer Scherz: Grusel-Clown-Streich in Luxemburg geht nach hinten los

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Ein Clown mit wilden roten Haaren und Halbglatze, der seine grässlichen Zähne mit weit geöffneten Mund zeigt.
So könnte ein Clown aussehen, der Angst und Schrecken verbreiten möchte!

Bildquelle: wikipedia / film-wiki

LUXEMBURG. Auch ins Großherzogtum ist die äußerst fragwürdige Clown-Welle geschwappt: Wegen einer angeblichen Horror-Clown-Attacke schickte die Luxemburger Polizei gestern gleich mehrere Einsatzwagen raus. Doch die Clown-Attacke erwies sich als falscher Alarm.

Anfang der Woche hatte ein Mann ein Treffen mit einer Bekannten in Luxemburg-Stadt vereinbart. Er konnte sie jedoch nicht antreffen und erhielt stattdessen eine Textnachricht von ihr, in welcher die Bekannte angab, von einem Mann mit einer Clownsmaske bedroht und geschlagen worden zu sein. Zudem bat die Frau um Hilfe und der Mann verständigte daraufhin folgerichtig die Polizei.

Die Polizei suchte daraufhin den angeblichen Tatort auf, konnte jedoch niemanden antreffen. Der Mann erhielt allerdings eine weitere Textnachricht, dass der Angreifer die Frau mit einem Messer verfolgen würde. Mehrere Polizeistreifen hatten sich mittlerrweile an der Fahndung beteiligt.

Da das vermeintliche Opfer plötzlich nicht mehr telefonisch erreichbar war, beschloss die Polizei die Wohnung der Frau aufzusuchen, um somit weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Der Hausbesuch brachte dann auch die nötige Aufklärung: Die Frau hatte sich zusammen mit einem Bekannten einen Streich ausgedacht.

Da es eine Straftat darstellt, eine nicht bestehende Gefahr zu melden, welche das Einschreiten der Polizei erfordert, wird gegen die Frau Protokoll erstellt.

Anbei der Text des Gesetzes-Artikels bezüglich des falschen Alarms:

Mit Gefängnis von 8 Tagen bis zu 5 Jahren und/oder mit Geldstrafe wird derjenige bestraft, welcher durch Worte, Schriften oder jedes andere Mittel wissentlich die Bekanntmachung einer nicht bestehenden Gefahr macht, welche direkt oder indirekt das Einschreiten der Öffentlichen Macht, einer öffentlichen Dienststelle oder jeder anderen Überwachungs- oder Rettungsdienststelle zur Folge hat.
Wenn diese Bekanntgabe die Erschwerung der Tätigkeit einer öffentlichen Dienststelle, eines öffentlichen – oder eines privaten Unternehmens zur Folge hat, so wird die Mindeststrafe auf 3 Monate erhöht.
(StGb, Art. 319).

Auch in Deutschland steht das Vortäuschen einer Straftat unter Strafe. Selbst das bloße Erschrecken alleine kann schon strafbar sein.

Konsequenzen für Täter

– Eine versuchte Körperverletzung ist eine Straftat. Wer Menschen auch nur zum Schein mit Hammer, Messer oder sonstigen Gegenständen bedroht, muss mit Strafverfolgung rechnen, gerade wenn die betroffene Person durch den Angriff einen Schock erleidet.

– Vandalismus und Sachbeschädigung sind Straftaten. Zusätzlich zur Strafverfolgung müssen Täter in der Regel entstandene Schäden ersetzen.

– Ferner gab es Fälle, bei denen Clowns ihre „Opfer“ in gefährliche Situationen im Straßenverkehr brachten. Auch diese werden konsequent strafrechtlich oder straßenverkehrsrechtlich geahndet.

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