Diese Spinne in der Region beschäftigte jetzt sogar das Luxemburger Parlament

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Die Ammen-Dornfingerspinne

TRIER / LUXEMBURG. Im Sommer berichtete auch lokalo.de über einen nicht ganz willkommenen Neuankömmling aus dem Süden: Die Ammen-Dornfinger-Spinne! Nun beschäftigte sich sogar das luxemburgische Parlament mit dem gefährlichen neuen Gast.

Auf eine parlamentarische Anfrage hin bestätigte jetzt die Luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg : „Ja, der Ammen-Dornfinger kommt neuerdings in der Region vor. Allerdings würde von „keine grosse Gefahr“ von „Cheiracanthium punctoriumihm“, so der zoologische Name, ausgehen. Die Spinne würde meist an Waldrändern oder auf Trockenrasen leben, und die Gefahr gebissen zu werden, sei doch eher gering.

Ungefährlich ist „Europas giftigste Spinne“ allerdings nicht. Der Biss wirkt schlimmer als jeder Wespenstich und kann für den Menschen durchaus gefährlich sein.

Die Ammen-Dornfingerspinne hat einen rot-orangenen Kopf und ein grün-braunes Hinterteil. Mit ihren schwarzen Kieferklauen , daher der Name „Dornfinger“ injiziert sie ihr Gift. Tagsüber lebt sie am Waldrand im Gestrüpp, nachts geht sie jagen.

Ohne Beine wird die Spinne etwa 2 cm groß, womit sie schon zu den grösseren europäischen Spinnenarten gehört. Ursprünglich lebte die Spinne nur in Südeuropa, sowie im östlichen Mittel-Europa und Zentralasien.

Ein Biss der kleinen Spinne kann nicht nur schmerzhaft sein: „Eine Frau, die von der Spinne gebissen wurde, wurde schwarz vor Augen, der Blutdruck sackte ab und sie musste sofort ärztlich versorgt werden. Hinzu kamen die wirklich starken Schmerzen.“, verriet uns ein Spinnen-Experte vom Naturhistorischen Museum in Luxemburg. Allerdings kann es sich in den bekannten schlimmeren Fällen auch um extrem allergische Reaktionen auf das Spinnengift handeln.

Im Normalfall treten „nur“ die extremen Schmerzen auf. Die Bißstelle solle man so schnell wie möglich dauerhaft mit Eis kühlen. Die Schmerzen könnten ein paar Tage anhalten, würden aber von alleine wieder vorbei gehen. Bei anderen Symptomen solle man aber sofort einen Arzt aufsuchen.

Die Experten rät zur Vorsicht bei Sichtung der Spinne. Besonders der rot-orangene Kopf wäre sehr auffällig und würde die Ammen-Dornspinne von den meisten anderen Spinnenarten deutlich unterscheiden.

Die Spinne wurde schon mehrfach in der Region Trier, Trier-Saarburg und sogar in der Eifel gesichtet. In Luxemburg sind Exemplare des Krabbeltiers in Naturreserve „Aarnescht“ in der nähe von Niederanven, in der Reserve „Haard“ in der Nähe von Düdelingen sowie in den Gemeinden Remerschen und Flaxweiler beobachtet worden.

Wir empfehlen bei einem Krabbel-Tier mit rot-organgenem Kopf einfach respektvollen Abstand zu halten.

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